Tradition X Kreativität
Von alten Klosterrezepten bis zur modernen Braukunst:
Ich zeige, wie vielfältig bayerisches Bier sein kann, wenn Leidenschaft und Kreativität zusammenkommen.
Die Brauereien von Tradition × Kreativität
Tradition und Kreativität sind kein Widerspruch, sondern die Grundlage bayerischer Braukultur. In dieser Reihe zeigen wir Brauereien, die ihr Handwerk mit Leidenschaft leben – authentisch, regional und unverwechselbar.
Brauerei Hütten
Fichtelgold & Hell
Brauort: Hütten bei Warmensteinach, Oberfranken
Bierstile: Fichtelgold (5,8 %) & Hell (5,0 %)
Mitten im idyllischen Fichtelgebirge, rund um den Ochsenkopf, wird seit 1602 nachweislich Bier gebraut. Die kleine Familienbrauerei in Hütten verbindet jahrhundertealte Tradition mit handwerklicher Präzision und echter Regionalität. Gebraut wird mit eigenem Quellwasser, das direkt hinter der Brauerei entspringt und den Bieren ihren klaren, unverwechselbaren Charakter verleiht. Herkunft, Qualität und ehrliches Handwerk stehen hier im Mittelpunkt.
Dieser Anspruch prägt den gesamten Brauprozess. Regionale Rohstoffe, viel Erfahrung und ein bewusst ruhiger Umgang mit Zeit sorgen für ausgewogene und charaktervolle Biere. In der kleinen Braustätte entstehen Spezialitäten, die sich klar an der fränkischen Biertradition orientieren und zugleich ihre eigene Handschrift bewahren.
Das Fichtelgold ist ein klassisches Märzen mit kräftigem Charakter. Goldfarben im Glas mit stabilem Schaum, vollmundig und malzbetont im Geschmack. Die 13,3 °P Stammwürze verleihen dem Bier Körper und Tiefe, während eine ausgewogene Hopfung für Balance sorgt. Ein traditionelles Festbier mit Substanz und fränkischer Seele.
Das Hütten Hell zeigt die klare, geradlinige Seite der Brauerei. Hellgold im Glas, mild gehopft und besonders süffig. Ein feiner Malzkörper trifft auf angenehme Frische und eine ausgewogene Struktur. Ein unkompliziertes, ehrliches Helles, das perfekt zu Brotzeit, Biergarten und geselligen Runden passt.
Verwurzelt im Fichtelgebirge
In Hütten entsteht Bier nicht im großen Maßstab, sondern mit persönlicher Überzeugung. Eigenes Quellwasser, regionale Verbundenheit und handwerkliches Können prägen jede einzelne Bierspezialität. Verwurzelt in der Natur des Fichtelgebirges entstehen hier Biere mit klarer Herkunft, ehrlichem Charakter und echter fränkischer Handschrift.



Rhanerbräu
Rotbier & Kellerbier
Brauort: Rhan, Oberpfalz
Bierstile: Rotbier (4,5 %) & Kellerbier (5,2 %)
Rhanerbräu gehört zu den traditionsreichsten Brauereien Deutschlands. Bereits seit 1283 wird in Rhan Bier gebraut, seit 1776 als Familienbetrieb. Damit gilt die Brauerei als älteste Familienbrauerei Ostbayerns. Über viele Generationen hinweg entwickelte sich hier eine Braukultur, die historische Wurzeln mit moderner Technik und einem klaren Qualitätsverständnis verbindet. Gebraut wird mit eigenem Rhaner Felsquellwasser, ausgewählten Rohstoffen und der Erfahrung aus über sieben Jahrhunderten Braugeschichte.
Dieser Anspruch zeigt sich im gesamten Brauprozess. Zeit, Sorgfalt und handwerkliche Präzision prägen die Herstellung der Biere ebenso wie eine konsequente Orientierung an Qualität und Nachhaltigkeit. Moderne Anlagen unterstützen traditionelle Arbeitsweisen und ermöglichen eine gleichbleibend hohe Güte der Bierspezialitäten. Regional verwurzelt und familiär geprägt steht Rhanerbräu bis heute für unabhängige Braukunst aus der Oberpfalz.
Das Rotbier zeigt die malzbetonte Seite der Brauerei. Im Glas leuchtet es rötlich und klar, getragen von edlen Spezialmalzen. Weich im Antrunk, rund im Körper und angenehm süffig entfaltet sich ein mildes Aromenspiel mit feiner Tiefe. Ein zugängliches, harmonisches Bier mit bayerischem Charakter.
Das Kellerbier steht für ursprüngliche Braukunst. Naturtrüb und unfiltriert aus den Lagerkellern abgefüllt präsentiert es sich goldgelb, vollmundig und mild würzig. Kräftige Malznoten treffen auf eine ausgewogene Hopfenstruktur. Ruhig, ehrlich und handwerklich geprägt verkörpert es die klassische Tradition der Kellerbiere.



Landwehr Bräu
Fränkisch Hell & Altfränkisch Dunkel
Brauort: Reichelshofen, Mittelfranken
Bierstile: Hell (4,7 %) & Dunkel (5,2 %)
Mitten im fränkischen Reichelshofen steht Landwehr Bräu für Braukultur mit tiefen historischen Wurzeln. Das Brauwesen auf dem Gelände lässt sich bis ins Jahr 1755 zurückverfolgen. Heute verbindet die Brauerei moderne Brautechnik mit klaren handwerklichen Prinzipien und einer starken regionalen Identität. Gebraut wird bewusst nach traditionellen Merkmalen mit Rohstoffen aus der Region. Die Braugerste stammt aus der eigenen Erzeugergemeinschaft, der Aromahopfen ausschließlich aus dem Anbaugebiet Spalt. Fränkische Braukunst wird hier nicht inszeniert, sondern selbstverständlich gelebt.
Dieser Anspruch prägt den gesamten Prozess. Vom Rohstoff bis zum fertigen Bier setzt Landwehr Bräu auf Nähe zur Region, Transparenz und handwerkliche Präzision. Die enge Zusammenarbeit mit regionalen Landwirten sichert gleichbleibende Qualität und erhält gewachsene Strukturen. Gleichzeitig öffnet sich die Brauerei Besuchern und lädt bei Führungen dazu ein, Herstellung, Technik und fränkische Bierkultur aus nächster Nähe zu erleben. Tradition ist hier kein starres Konzept, sondern Teil eines lebendigen Alltags.
Das Fränkisch Hell zeigt die klare, geradlinige Seite der Brauerei. Goldgelb im Glas mit stabilem, feinporigem Schaum. Mild gehopft, ausgewogen im Malzkörper und ausgesprochen süffig. Ein untergäriges Vollbier mit klarer Struktur und hoher Trinkfreude, das bewusst auf Balance statt auf Lautstärke setzt.
Das Altfränkisch Dunkel steht für die aromatische Tiefe fränkischer Braukunst. Dunkelbraun bis kaffeefarben mit malzbetonter Struktur. Röstmalz, feine Kaffeeanklänge und eine dezente Malzsüße prägen das Geschmacksbild. Im Nachtrunk zeigt sich eine ruhige, ausgewogene Hopfenbittere. Ein charakterstarkes Bier mit gewachsener Rezeptur und fränkischer Seele.



Flötzinger Bräu Rosenheim
Rosenheimer Märzen & Spezial Dunkel
Brauort: Rosenheim, Oberbayern
Bierstile: Märzen (5,6 %) & Spezial Dunkel (5,3 %)
Mitten in Rosenheim steht Flötzinger Bräu für gelebte bayerische Braukultur mit außergewöhnlicher Kontinuität. Seit 1543 wird hier als Familienbrauerei Bier gebraut. Heute ist Flötzinger die älteste und einzige verbliebene Privatbrauerei im Raum Rosenheim. Über Generationen hinweg blieb eines stets unverändert: der Wille zur Unabhängigkeit und der Anspruch, dem eigenen Qualitätsverständnis treu zu bleiben. „Dem Guten treu“ ist hier kein Werbespruch, sondern gelebte Haltung.
Dieser Anspruch prägt den gesamten Brauprozess. Gebraut wird strikt nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Was daraus entsteht, ist das Ergebnis aus Erfahrung, Zeit und handwerklicher Präzision. Moderne Technik unterstützt dabei traditionelle Arbeitsweisen, während lange Reifezeiten, langsame Spundung und eine fein eingebundene Kohlensäure für Balance, Klarheit und Charakter sorgen. Regional verwurzelt und unabhängig geführt behauptet sich die Brauerei seit Jahrhunderten als feste Größe der oberbayerischen Bierkultur.
Das Rosenheimer Märzen zeigt die festliche Seite des Hauses. Goldfarben im Glas mit feinporigem, stabilem Schaum. Vollmundig und malzbetont, getragen von einer milden Hopfung und einem satten Körper. Trotz seiner Substanz bleibt das Bier erstaunlich trinkfreudig und ausgewogen. Bekannt vom Rosenheimer Herbstfest steht es für klassische Festbiertradition mit Tiefe und Struktur.
Das Spezial Dunkel verkörpert die ruhige, aromatische Seite der Braukunst. Tiefdunkel im Glas mit warmen Röst- und Malznoten. Eine feine Süße trifft auf dezente Bittere und einen harmonischen, nachhaltigen Nachtrunk. Vollmundig, weich und ausgewogen zeigt dieses Dunkel, wie zeitlos und elegant traditionelle Bierstile sein können.
Kontinuität aus Rosenheim
Bei Flötzinger entsteht Qualität nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch Geduld und Erfahrung. Über Jahrhunderte gewachsene Braukompetenz, regionale Verwurzelung und ein klares Bekenntnis zum Handwerk prägen jedes Bier. Hier wird Tradition nicht inszeniert, sondern selbstverständlich gelebt. Biere mit Charakter, entstanden aus Zeit, Können und einer Haltung, die seit 1543 Bestand hat.



Schlossbrauerei Eichhofen
Jubiläumsbier
Brauort: Eichhofen, Oberpfalz
Bierstile: Eichhofener Jubiläumsbier (5,2 %)
Im idyllischen Labertal, am Fuße der Burg Loch, lebt Bierkultur mit Anspruch und Geschichte. Die Schlossbrauerei Eichhofen blickt auf über 400 Jahre Braukultur und mehr als 200 Jahre gelebte Gastfreundschaft zurück. In vierter Generation geführt, versteht die Familie Schönharting Bier nicht als Massenprodukt, sondern als Kulturgut. Hier geht es um Qualität statt Quantität, bodenständig, konsequent und tief in der Region verwurzelt.
Dieser Anspruch prägt jeden Schritt des Brauprozesses. Gebraut wird ausschließlich nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516, mit Hopfen, Malz, Wasser und Hefe. Das Brauwasser stammt aus einer eigenen artesischen Quelle im Gutswald von Eichhofen und gelangt auf natürliche Weise an die Oberfläche. Zusammen mit regionaler Braugerste und hochwertigem Hopfen aus der Hallertau entsteht Bier, das durch offene Gärung, lange Reifezeiten in den historischen Felsenkellern und den bewussten Verzicht auf Kurzzeiterhitzung seinen klaren, unverfälschten Charakter erhält.
Das Eichhofener Jubiläumsbier wurde anlässlich des 333-jährigen Bestehens der Brauerei eingebraut und ist eine stille Verbeugung vor der eigenen Geschichte. Vollmundig, ausgewogen und geprägt von malzaromatischer Tiefe verbindet es klassische Brauart mit feiner Hopfennote. Klar strukturiert und elegant im Ausklang steht dieses Bier für Beständigkeit, Handwerk und Respekt vor dem Gewachsenen. Mit 5,2 Prozent Alkohol bleibt es souverän und harmonisch, ohne schwer zu wirken.
Kreativität mit Labertaler Haltung
In Eichhofen entsteht Kreativität nicht aus Effekthascherei, sondern aus Konsequenz. Offene Gärung, lange Reife, regionale Rohstoffe und ein tiefes Verständnis für Bier als Kulturgut formen Biere mit Seele. Verwurzelt im Labertal, verbunden mit Kunst, Kultur und bayerischer Gastlichkeit steht die Schlossbrauerei Eichhofen für Braukunst, die bleibt. Ruhig, handwerklich und mit einer Haltung, die man schmeckt.


Schlossbrauerei Friedenfels
Urtyp Hell & Steinwald Zoigl
Brauort: Friedenfels, Oberpfalz
Bierstile: Urtyp Hell (4,8 %) & Steinwald Zoigl (4,8 %)
Mitten im Naturpark Steinwald, eingebettet in die sanften Höhen der Oberpfalz, lebt Bierkultur mit klarer Haltung. Die Schlossbrauerei Friedenfels braut seit 1886 und steht für handwerkliche Braukunst, regionale Verwurzelung und einen kompromisslosen Qualitätsanspruch. Als unabhängige Brauerei verbindet Friedenfels über 135 Jahre Erfahrung mit dem festen Willen, Tradition nicht zu verwalten, sondern zeitgemäß weiterzuführen, bodenständig, ehrlich und ohne Effekthascherei.
Dieser Anspruch zieht sich konsequent durch den gesamten Brauprozess. Das Brauwasser stammt aus eigenen Brunnen direkt hinter der Brauerei, gespeist aus Quellen des Naturparks Steinwald. Verwendet werden regionale Rohstoffe, bayerischer Hopfen und sorgfältig kultivierte Reinzuchthefen. Gebraut wird mit handwerklichem Geschick, moderner Technik und permanenter Qualitätskontrolle. Friedenfelser Bier ist bewusst Handarbeit. Geprägt von Erfahrung, Verantwortung und Respekt vor Natur und Region.
Das Friedenfelser Urtyp Hell ist der klassische Maßstab des Hauses. Goldgelb im Glas, mit stabilem, feinporigem Schaum. Vollmundig und süffig, dabei weich und ausgewogen, getragen von feinem Malzkörper und dezenter Hopfung. Klar strukturiert, angenehm rezent und mit hoher Trinkfreude ausgestattet, ist es ein uriges Helles, das keine Erklärungen braucht. Mit 4,8 Prozent Alkohol bleibt es zugänglich, ehrlich und verlässlich. Ein Bier für jeden Tag und jede Gelegenheit.
Der Steinwald Zoigl zeigt die traditionsreiche, ursprüngliche Seite der Oberpfälzer Braukultur. Kellertrüb, untergärig und mit bewusst reduziertem Kohlensäuregehalt wirkt dieses Bier besonders ruhig und weich. Süffig, voll im Geschmack und authentisch im Charakter steht es für die Zoigl-Tradition, wie sie hier seit Generationen gepflegt wird. Ein Bier, das Zeit lässt, nicht drängt und gerade dadurch Tiefe entwickelt. Mit 4,8 Prozent Alkohol bleibt es ausgewogen und charakterstark zugleich.
Kreativität mit oberpfälzer Bodenhaftung
In Friedenfels entsteht Kreativität nicht aus lautem Experimentieren, sondern aus Können und Kontinuität. Über Jahrzehnte gewachsene Brauerfahrung, regionale Verantwortung und ein ganzheitlicher Blick auf Natur und Qualität formen Biere mit Seele. Verwurzelt im Steinwald und getragen von einem engagierten Team entstehen hier Biere, die nicht auffallen wollen, sondern bestehen. Ehrlich, handwerklich und mit einer Haltung, die bleibt.



Klosterbrauerei Weltenburg
Helles & Barock Dunkel
Brauort: Weltenburg bei Kelheim, Niederbayern
Bierstile: Helles (4,9 %) & Barock Dunkel (4,7 %)
Am Eingang des sagenumwobenen Donaudurchbruchs, dort wo die Donau sich durch steil aufragende Felswände zwängt, lebt Bierkultur von einzigartiger Tiefe. Die Klosterbrauerei Weltenburg blickt auf eine nachweisliche Braugeschichte seit dem Jahr 1050 zurück und gilt als älteste Klosterbrauerei der Welt. Gegründet von iro-schottischen Wandermönchen und heute im Besitz der Benediktinerabtei Weltenburg, steht sie für eine Form von Braukunst, die Zeit, Ruhe und Beständigkeit über alles stellt.
Dieser Anspruch zeigt sich kompromisslos im gesamten Brauprozess. Vom Halm bis ins Glas übernimmt die Klosterbrauerei selbst Verantwortung für jede Stufe. Rohstoffe stammen von langjährigen regionalen Partnern und werden im brauereieigenen Labor sensorisch wie analytisch geprüft. Während des Brauvorgangs begleiten engmaschige Qualitätskontrollen jede Phase. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen bestätigen diesen Weg, doch entscheidend ist etwas anderes: Jedes Weltenburger Bier trägt spürbar die Kraft des Ortes und die Haltung der Mönche in sich.
Das Weltenburger Helles ist der Inbegriff bayerischer Lebensart. Hell-glänzend im Glas, mit feinporigem, kompaktem Schaum. In der Aromatik herzhaft und frisch, am Gaumen mild, süffig und fein abgerundet. Angenehm rezent, klar strukturiert und mit hoher Trinkfreude ausgestattet, ist es ein Bier für jede Gelegenheit. Kein Schnickschnack, sondern saubere, klassische Braukunst, die genau weiß, was sie tut. Mit 4,9 Prozent Alkohol bleibt es zugänglich und ausgewogen, ohne beliebig zu wirken.
Mit dem Weltenburger Barock Dunkel zeigt die Klosterbrauerei ihre tiefe, kontemplative Seite. Warmbrauner Bernstein im Glas, darüber ein dichter, feinporiger Schaum. Feincremig im Mundgefühl, intensiv und kräftig im Geschmack, getragen von Karamell- und Röstmalznoten. Trotz seiner Tiefe bleibt es angenehm rezent und ausgewogen, mit ruhigem, nachhaltigem Nachtrunk. Ein Dunkles mit Charakter, das klassische bayerische Küche begleitet, aber auch für sich allein bestehen kann. Mit 4,7 Prozent Alkohol wirkt es harmonisch und zeitlos, nicht schwer, sondern souverän.
Kreativität mit klösterlicher Gelassenheit
Bei der Klosterbrauerei Weltenburg entsteht Kreativität nicht aus Experimentierdrang, sondern aus Kontinuität. Über Jahrhunderte gewachsene Brautradition, moderne Qualitätskontrolle und ein tiefes Verständnis für Natur und Zeit formen Biere mit Seele. Verwurzelt im Donaudurchbruch und getragen von benediktinischer Ruhe entstehen hier Biere, die nicht laut auftreten müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Biere mit Tiefe, Geschichte und einer Haltung, die bleibt.



Winkler Bräu
Winkler Export und Kupfer Spezial
Brauort: Velburg/Lengenfeld, Oberpfalz
Bierstile: Winkler Export (5,2 %) und Kupfer Spezial (5,5%)
Mitten in Bayern, im Velburger Ortsteil Lengenfeld, lebt Winkler Bräu Bierkultur mit Geschichte. Seit 1628 ist die Privatbrauerei als Familienunternehmen gewachsen, getragen von Handwerk, steter Weiterentwicklung und dem Anspruch, aus vier Zutaten das Maximum herauszuholen. Gebraut wird ohne künstliche Aromen, ohne Zucker, ohne Farbstoffe und bewusst mit offener Gärung. Dazu kommen regionale Rohstoffe, reinstes Wasser aus der Lengenfelder Flur und ein Qualitätsverständnis, das Tradition nicht verwaltet, sondern jeden Tag neu beweist.
Diese Haltung zeigt sich auch hinter den Kulissen: Die Braugerste stammt aus der Region, wird nach sorgfältiger Reinigung vermälzt und mit dem eigenen Wasser zur Basis für die Bierbesonderheiten. Winkler investiert nachhaltig, denkt in Kreisläufen und verbindet Brauerei, Genussküche und Bierkultur-Erlebnis zu einem Gesamtbild, das in der Oberpfalz selten ist. Auszeichnungen wie beim European Beer Star, der Consumers Favourite Award und der Bayerische Bierorden unterstreichen, dass hier nicht nur erzählt, sondern geliefert wird.
Das Winkler Export ist der „Gentleman“ im Sortiment. Schon der erste Eindruck macht klar, wohin die Reise geht: feinporiger, heller Schaum, eine elegante Aromatik mit Karamell und Anklängen von orientalischen Gewürzen wie Zimt. Am Gaumen trifft diese Tiefe auf eine überraschend frische, rosige Leichtigkeit, getragen von einer subtilen Perlage. Danach öffnet sich das Bier Schicht für Schicht: Zimt, eine stimmige Rauchnote und ein Hauch Stroh stehen in ruhiger, fein balancierter Harmonie. Mit 5,2 Prozent Alkohol wirkt es weltmännisch und raffiniert, ohne je laut zu werden. Ein Export, das sowohl im Kristallglas als auch im Tonkrug seine Klasse zeigt.
Mit dem Kupfer Spezial geht Winkler in die opulente, aber trotzdem extrem präzise Ecke. Kastanienbraun und glanzfein, gekrönt von cremefarbenem, festem Schaum, wirkt es wie ein Gesamtkunstwerk im Glas. In der Nase treffen Nuss- und Röstaromen auf gedörrte Zwetschgen, dazu ein Hauch Vollmilchschokolade und ofenwarmes Laugengebäck. Der Antrunk ist vollmundig, weich, rund und fast cremig, dabei von einer feinen Perlage durchzogen, die dem Bier Spannung und Eleganz gibt. Selbst der Ausklang hält neue Facetten bereit, etwa Datteln und Schokolade. Mit 5,5 Prozent Alkohol und 13°P Stammwürze bleibt es kraftvoll, aber nie schwerfällig.
Kreativität mit Oberpfälzer Handschrift
Bei Winkler Bräu entsteht Kreativität nicht aus Effekthascherei, sondern aus Können. Offene Gärung, beste Zutaten, saubere Führung und ein spürbarer Sinn für Aromatik formen Biere, die gleichzeitig traditionsbewusst und modern wirken. Verwurzelt im Bayerischen Jura und getragen von echter Bierkultur entstehen in Lengenfeld Biere mit Tiefe, Charakter und einem klaren Anspruch an Qualität.



Mahrs Bräu
aU und Helles
Brauort: Bamberg, Wunderburg (Oberfranken)
Bierstile: aU (5,2 %) und Helles (4,9 %)
In Bamberg, im Stadtteil Wunderburg, steht Mahrs Bräu seit Jahrhunderten für eigenwillige Braukunst mit Haltung. Die Wurzeln reichen bis zur ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1670 zurück, seit 1895 ist die Brauerei in Familienbesitz. Mahrs ist tief in der Region verwurzelt und gleichzeitig immer in Bewegung geblieben: Modernisierung, Investitionen in Technik und ein konsequentes Umweltmanagement gehören hier genauso dazu wie die klare Haltung gegen beliebige Massenware. Nicht „schneller Biernachschub“, sondern Charakter, Beständigkeit und ehrlicher Genuss sind die Leitplanken.
Diese Haltung zeigt sich auch bei den Rohstoffen und der Arbeitsweise. Mahrs setzt auf ausgesuchte Zutaten aus Bayern und dem fränkischen Umfeld, kurze Wege, kontrollierte Qualität und einen respektvollen Umgang mit Ressourcen. Schon früh wurden Maßnahmen zum betrieblichen Umweltschutz angestoßen, heute begleitet ein eigenes Umweltmanagementsystem die nachhaltige Ausrichtung. Tradition ist bei Mahrs keine Folklore, sondern Handwerk, das man ernst nimmt und modern so umsetzt, dass es in die Zukunft passt.
Das aU ist die Bamberger Spezialität der Brauerei, ungespundet, ungefiltert und genau dadurch so eigenständig. Hefetrüb und bernsteinfarben im Glas, vollmundig-weichmalzig im Charakter und angenehm herb, dabei mit wenig Kohlensäure. Es wirkt bewusst „ruhig“, fast cremig, und passt genauso zur Brotzeit wie zum entspannten Feierabend. Ein Bier, das nicht laut sein muss, um Kultstatus zu haben und bei dem es erfahrungsgemäß selten bei einem Seidla bleibt. Mit 5,2 Prozent Alkohol bringt es Substanz ins Glas, ohne schwer zu wirken.
Das Helles ist bei Mahrs die Definition von „Kannst nix falsch machen“. Goldgelb, mild und feinwürzig, mit einer leichten Süße, einer spürbaren Hopfenblume und einem malzigen Ausklang, der sofort Lust auf den nächsten Schluck macht. Es ist geradeaus, ehrlich und sehr trinkfreudig. Ein klassisches Bamberger Vollbier, das nicht diskutiert werden will, sondern einfach schmeckt. Mit 4,9 Prozent Alkohol bleibt es zugänglich und ausgewogen, ohne an Charakter zu verlieren.
Kreativität mit Bamberger Rückgrat
Bei Mahrs bedeutet Kreativität nicht, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern das eigene Profil zu schärfen: traditionelles Brauhandwerk, moderne Technik und ab und zu eine Überraschung, aber immer mit Anspruch und Verantwortung. Verwurzelt in Bamberg und klar im Auftreten entstehen so Biere, die Haltung zeigen: aufrecht, echt und unverwechselbar.



Privatbrauerei Hofmühl
Hofmühl Hell und Hofmühl Alligator
Brauort: Eichstätt, Naturpark Altmühltal
Bierstile: Hofmühl Hell (4,9 %) und Hofmühl Alligator Doppelbock (7,5 %)
In Eichstätt im Herzen des Altmühltals liegt die Privatbrauerei Hofmühl, eine der traditionsreichsten Brauereien Bayerns. Gegründet im Jahr 1492 durch den Eichstätter Fürstbischof Wilhelm von Reichenau, blickt die Brauerei auf über 500 Jahre bewegte Geschichte zurück. Nach Jahrhunderten in kirchlichem und staatlichem Besitz ist Hofmühl seit 1876 fest in Familienhand. Mit der Übernahme durch Johann Baptist Emslander begann eine neue Phase, die bis heute von Kontinuität, Qualitätsbewusstsein und regionaler Verbundenheit geprägt ist.
Die Privatbrauerei Hofmühl versteht sich als Brauerei aus der Region für die Region. Sämtliche Rohstoffe stammen aus dem direkten Umfeld: Braugerste aus dem Jura, Hopfen aus nahegelegenen Anbaugebieten und Wasser aus dem eigenen Brunnen im Naturpark Altmühltal. Die unter- und obergärigen Hefen werden in der Brauerei selbst gezüchtet. Gebraut wird konsequent nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516, ergänzt durch eigene, klar definierte Qualitätsregeln.
Gleichzeitig steht Hofmühl für eine moderne, nachhaltige Brauweise. Mit innovativer Ökobrautechnik, energieeffizienten Prozessen und einem eigenen Blockheizkraftwerk verbindet die Brauerei höchsten Biergenuss mit aktivem Umwelt- und Klimaschutz. Niedrige Energie- und Wasserverbräuche sowie der Einsatz klimaneutraler Energieformen sind fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Tradition und Fortschritt greifen hier selbstverständlich ineinander.
Das Hofmühl Hell ist der Klassiker des Hauses. Goldgelb und glanzfein präsentiert es sich im Glas mit feinporigem, stabilem Schaum. In der Nase zeigt es sich rein und leicht gehopft, am Gaumen süffig, frisch und vollmundig weich. Eine feine Bitternote und ein saftig-würziger Nachtrunk sorgen für Balance und hohe Trinkfreude. Mit 4,9 Prozent Alkohol ist es ein urbayrisches Helles, handwerklich sauber gebraut und ideal für den Alltag.
Mit dem Hofmühl Alligator zeigt die Brauerei ihre kraftvolle Seite. Der dunkle Doppelbock ist ein saisonales Starkbier für die Fasten- und Starkbierzeit. Kräftig bernsteinfarben, röstmalzbetont und süß präsentiert er sich mit vollem Körper, hoher Viskosität und nachhaltigem Nachtrunk. Intensive Malzaromen, eine warme Tiefe und 7,5 Prozent Alkohol machen den Alligator zu einem Bier für besondere Momente und für Genießer, die Stärke und Charakter schätzen.
Kreativität mit Verantwortung im Altmühltal
In Eichstätt bedeutet Kreativität nicht Bruch mit der Tradition, sondern ihre bewusste Weiterentwicklung. Die Privatbrauerei Hofmühl verbindet jahrhundertealte Braukunst mit moderner Technik, regionalen Rohstoffen und nachhaltigem Denken. So entstehen Biere, die ihre Herkunft klar zeigen, handwerklich präzise sind und zugleich den Anspruch an zeitgemäßen Genuss erfüllen. Verwurzelt im Altmühltal und getragen von echter Leidenschaft steht Hofmühl für Braukultur mit Beständigkeit, Charakter und Verantwortung.



Braumanufaktur Simmerberg
Rödler und Allgäu Gold
Brauort: Simmerberg, Westallgäu
Bierstile: Rödler (5,2 %) und Allgäu Gold Bio (5,2 %)
Im Herzen des Westallgäus liegt die Braumanufaktur Simmerberg, eine der ältesten Brauereien der Region. Die Geschichte des Simmerberger Bieres reicht bis ins Jahr 1706 zurück, als in der Taferne „Zum Adler“ erstmals gebraut wurde. Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich die Brauerei kontinuierlich weiter, bis Bonaventura König im Jahr 1897 das Stammhaus und die Aktienbrauerei unter einem Dach vereinte. Bis heute steht Simmerberg für gelebte Allgäuer Brautradition, verbunden mit einem klaren Qualitätsanspruch.
Gebraut wird konsequent nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516. Darüber hinaus geht die Braumanufaktur Simmerberg bewusst einen Schritt weiter. Als älteste Bio-Brauerei im Allgäu legt sie größten Wert auf kontrolliert biologische Rohstoffe, nachhaltige Landwirtschaft und einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Ressourcen. Hopfen, Malz, Wasser und Hefe bilden dabei nur die Grundlage. Entscheidend sind Wissen, Erfahrung und Leidenschaft, die den Brauprozess prägen. Jeder Sud wird vom Braumeister persönlich überwacht und kontrolliert.
Die Biere der Braumanufaktur Simmerberg spiegeln ihre Herkunft wider. Urig, ehrlich und echt, so wie Land und Leute im Allgäu. Ob glanzfein filtriert oder naturtrüb als Kellerbier, jedes Bier trägt eine klare Handschrift und steht für handwerkliche Präzision, Ruhe und Ausgewogenheit.
Das Rödler ist ein klassisches Allgäuer Feierabendbier. Bernsteinfarben im Glas, feinwürzig und ausgewogen zeigt es eine harmonische Verbindung aus Malzfülle und dezenter Hopfung. Karamellige Anklänge und eine weiche Textur sorgen für Tiefe, ohne an Trinkfreude zu verlieren. Mit 5,2 Prozent Alkohol bleibt das Rödler angenehm süffig und überzeugt durch seine bodenständige, ehrliche Art. Ein Bier, das Tradition lebt und genau deshalb so zeitlos wirkt.
Mit dem Allgäu Gold Bio präsentiert die Braumanufaktur Simmerberg ein goldgelbes, biologisch gebrautes Helles mit klarer Struktur. Feinmalzig, mild gehopft und sehr ausgewogen zeigt es, wie harmonisch Bio-Braukunst und klassischer Bierstil zusammenfinden können. Die sorgfältige Auswahl der Rohstoffe und die saubere, ruhige Gärführung sorgen für ein rundes, elegantes Geschmacksbild. Ein Bier, das Leichtigkeit und Qualität verbindet und den Anspruch der Brauerei konsequent widerspiegelt.
Kreativität mit Allgäuer Haltung
In Simmerberg bedeutet Kreativität nicht Experiment um jeden Preis, sondern bewusste Weiterentwicklung aus der Tradition heraus. Historische Braukunst, biologische Verantwortung und handwerkliche Präzision greifen hier ineinander. So entstehen Biere, die ihre Herkunft klar zeigen, ohne stehenzubleiben. Fest verwurzelt im Westallgäu und getragen von echter Leidenschaft steht die Braumanufaktur Simmerberg für Braukultur mit Tiefe, Charakter und Verantwortung.



Deiblitzer Braubuam
DBB Hell und DBB Rotbier
Brauort: Teublitz, Oberpfalz
Bierstile: DBB Hell (5,0 %) und DBB Rotbier (5,2 %)
In Teublitz in der Oberpfalz brauen die Deiblitzer Braubuam Biere mit echtem Handwerkscharakter. Was 2013 mit der Idee begann, einfach einmal das eigene Bier zu brauen, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer kleinen, eigenständigen Brauerei. Nick Siegemund und Julian Zuber gingen dabei konsequent ihren eigenen Weg. Vom ersten Sud im Kochtopf bis zur komplett selbst entwickelten Brauanlage entstand alles in Eigenregie. Heute ist das Deiblitzer Bier ein echtes Produkt aus Teublitz von der Technik bis zur fertigen Flasche.
Die Brauanlage, die seit 2020 in Betrieb ist, wurde vollständig von den Braubuam selbst geplant, gebaut und programmiert. Der gesamte Brauprozess liegt in ihren Händen, vom Einmaischen über die Gärung bis zur Abfüllung. Diese Nähe zum Produkt prägt den Stil der Biere spürbar. Gebraut wird konsequent nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516, ohne Zusatzstoffe und bewusst naturtrüb, um Geschmack und Charakter vollständig zu erhalten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Teublitzer Tiefenwasser, das den Bieren ihre regionale Handschrift verleiht. Die Malze stammen aus Bayern, unter anderem von der Spezialmälzerei Weyermann aus Bamberg. Der Hopfen kommt aus süddeutschen Anbaugebieten. Alle Rohstoffe werden gezielt ausgewählt und auf ihre Qualität abgestimmt. So entstehen bodenständige, ehrliche Biere, die nicht auf Effekte, sondern auf Substanz setzen.
Das DBB Hell ist die klare Basis der Brauerei. Untergärig vergoren und klassisch interpretiert, zeigt es sich goldgelb, ausgewogen und sehr trinkfreudig. Eine feine Malzstruktur trifft auf eine moderate Hopfenbittere und eine saubere, frische Gärung. Mit 5,0 Prozent Alkohol ist es bewusst geradlinig gehalten und steht für genau das, was ein gutes bayerisches Helles ausmacht. Unkompliziert, ehrlich und handwerklich sauber gebraut.
Mit dem DBB Rotbier zeigen die Deiblitzer Braubuam eine zweite Facette ihres Könnens. Das Bier präsentiert sich kupfer- bis kastanienfarben im Glas und ist klar malzbetont. Karamellige Anklänge, brotige Noten und eine weiche, runde Struktur prägen das Aromabild. Die Hopfung bleibt zurückhaltend und unterstützt die Balance, ohne in den Vordergrund zu treten. Mit 5,2 Prozent Alkohol besitzt das Rotbier etwas mehr Tiefe und Wärme, bleibt dabei aber angenehm süffig. Ein Bierstil, der Tradition aufgreift und bewusst ruhig interpretiert wird.
Kreativität aus eigener Hand
Bei den Deiblitzer Braubuam entsteht Kreativität nicht durch Trends, sondern durch Eigenständigkeit. Vom Bau der Anlage bis zur Rezeptur liegt alles in den Händen der Brauer. Klassische Bierstile werden hier nicht neu erfunden, sondern mit handwerklicher Konsequenz umgesetzt. Die Biere tragen ihre Herkunft offen im Glas und zeigen, wie viel Persönlichkeit in einer kleinen Brauerei stecken kann. Bodenständig, regional verwurzelt und mit echter Leidenschaft gebraut entsteht in Teublitz Bier, das nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.



Private Landbrauerei Scheuerer
Moosbacher Export und Moosbacher Lager Hell
Brauort: Moosbach, Oberpfälzer Wald
Bierstile: Moosbacher Export (5,4 %) und Moosbacher Lager Hell (5,0 %)
Im Oberpfälzer Wald, nur wenige Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt, liegt der Erholungsort Moosbach. Hier wird seit 1887 in der Landbrauerei Scheuerer Bier gebraut. Gegründet von Lorenz Scheuerer, wird die Brauerei bis heute als Familienbetrieb geführt und über mehrere Generationen hinweg kontinuierlich weiterentwickelt. Mit großer Verbundenheit zur Region, handwerklicher Sorgfalt und modernem Fachwissen entsteht hier Braukunst, die Tradition und Gegenwart selbstverständlich miteinander verbindet.
Die Basis der Moosbacher Biere bilden besonders weiches Brauwasser, hochwertige Malze aus bayerischen Anbaugebieten sowie feine Aromahopfen aus Spalt und der Hallertau. Gebraut wird konsequent nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516. Moderne Technik unterstützt dabei den Brauprozess, ohne den handwerklichen Charakter der Biere zu verändern. Das Ergebnis sind klar strukturierte, ausgewogene Biere mit regionaler Handschrift.
Das Moosbacher Lager Hell steht für klassische bayerische Brauart. Goldgelb im Glas, mild und ausgewogen präsentiert es sich mit feiner Malzigkeit, getreidigen Noten und sehr zurückhaltender Bitterkeit. Ein süffiges, geradliniges Helles, das auf Trinkfreude und Balance setzt und als zuverlässiger Begleiter im Alltag überzeugt.
Mit dem Moosbacher Export zeigt die Brauerei eine kräftigere Interpretation untergäriger Braukunst. Bernsteinfarben, malzbetont und vollmundig verbindet es eine spürbare Tiefe mit einer dezenten, harmonischen Bittere. Die etwas höhere Stammwürze verleiht dem Export Struktur und Körper, ohne an Eleganz zu verlieren. Ein klassisches Exportbier, das Ruhe, Reife und handwerkliche Präzision widerspiegelt.
Kreativität mit Wurzeln im Oberpfälzer Wald
In Moosbach bedeutet Kreativität nicht Experiment um jeden Preis, sondern die bewusste Pflege traditioneller Bierstile mit regionalem Anspruch. Die Landbrauerei Scheuerer verbindet Generationenwissen, hochwertige Rohstoffe und handwerkliche Genauigkeit zu Bieren, die ihre Herkunft klar zeigen. Bodenständig, ehrlich und fest in der Oberpfalz verwurzelt entstehen hier Biere mit Charakter und Beständigkeit.



Privatbrauerei Ettl
Helles und Ettl Weihnachtsbock
Brauort: Teisnach, Bayerischer Wald
Bierstile: Helles (4,8 %) und Weihnachtsbock (7,0 %)
Im Herzen des Bayerischen Waldes liegt die Privatbrauerei Ettl in Teisnach, eine Braustätte mit einer Geschichte, die bis ins Jahr 1543 zurückreicht. Über viele Generationen hinweg war die Brauerei fest in Familienhand und wurde stets mit großer Verbundenheit zur Region geführt. Diese lange Tradition prägt die Biere bis heute und bildet das Fundament für eine Braukunst, die auf Beständigkeit, Sorgfalt und handwerkliche Qualität setzt.
Gebraut wird mit ausgewählten Rohstoffen und einem klaren Fokus auf Ausgewogenheit und Trinkfreude. Traditionelle Brauverfahren werden bewusst gepflegt und mit moderner Technik ergänzt, um Qualität und Konstanz langfristig zu sichern. In den letzten Jahren hat sich die Brauerei behutsam weiterentwickelt und ihr Erscheinungsbild erneuert, ohne dabei den Bezug zur Heimat zu verlieren. So verbindet Ettl regionale Identität mit zeitgemäßer Ausrichtung und neuen Märkten.
Das Ettl Helles steht für die klassische Seite der Brauerei. Untergärig, klar und ausgewogen zeigt es ein dezentes Malzprofil mit feiner Süße und sehr sanfter Bittere. Mild, süffig und angenehm leicht präsentiert sich das Helle als typischer Vertreter bayerischer Braukunst. Ein Bier, das unkomplizierten Genuss bietet und durch seine Balance überzeugt.
Mit dem Ettl Weihnachtsbock zeigt die Brauerei ihre kräftigere, festliche Seite. Dieser helle Bock wird nur einmal im Jahr eingebraut und zeichnet sich durch einen vollmundigen Körper, malzbetonte Tiefe und eine wärmende Alkoholstruktur aus. Trotz seiner Stärke bleibt der Weihnachtsbock harmonisch und rund und entfaltet besonders in der kühlen Jahreszeit seinen charaktervollen Ausdruck.
Kreativität mit Wurzeln im Bayerischen Wald
Bei Ettl bedeutet Kreativität nicht der Bruch mit der Tradition, sondern ihre behutsame Weiterentwicklung. Historische Braukunst, moderne Präsentation und neue Perspektiven greifen ineinander. So entstehen Biere, die ihre Herkunft klar widerspiegeln und zugleich offen für die Zukunft sind. Verwurzelt im Bayerischen Wald, authentisch und zeitgemäß interpretiert.



Braumanufaktur Lindner
Krusten Halbe und Stachelbock
Brauort: Affing, Bayerisch-Schwaben
Bierstile: Krusten Halbe und Stachelbock
In Affing bei Augsburg liegt die Braumanufaktur Lindner, eine kleine, handwerklich geprägte Brauerei, bei der Nähe zum Produkt und direkte Begegnung im Mittelpunkt stehen. Hier geht es nicht um Masse oder breite Distribution, sondern um echtes Brauhandwerk, persönliche Beratung und Biere, die bewusst vor Ort entstehen und auch dort abgeholt werden. Der direkte Kontakt zu den Menschen, die das Bier brauen, ist fester Bestandteil des Konzepts.
Neben klassischen Bierstilen braut die Braumanufaktur Lindner auch saisonale Spezialitäten und stärkere Charakterbiere. Ergänzt wird das Angebot durch Braukurse und Verkostungen, bei denen Interessierte den gesamten Brauprozess kennenlernen und sensorisch in die Welt von Malz, Hopfen und Hefe eintauchen können. Bier wird hier nicht nur ausgeschenkt, sondern erklärt, erlebbar gemacht und gemeinsam entdeckt.
Die Krusten Halbe steht für Bodenständigkeit und Trinkfluss. Ein ehrliches, klassisches Bier, das auf Ausgewogenheit, saubere Malzstruktur und unkomplizierten Genuss setzt. Kein lautes Bier, sondern eines, das genau weiß, was es sein will und gerade dadurch überzeugt. Ideal für alle, die traditionelle Stile schätzen und Wert auf handwerkliche Qualität legen.
Mit dem Stachelbock zeigt die Braumanufaktur Lindner ihre kraftvolle Seite. Dieser starke Bockbierstil wird traditionell mit dem Bierstachel serviert und verbindet intensive Malzaromen mit Tiefe, Wärme und Charakter. Durch das Stacheln entwickeln sich zusätzliche karamellige Noten und eine besondere Aromatik, die jedes Glas zu einem kleinen Erlebnis macht. Ein Bier für besondere Momente und für Genießer, die Stärke und Handwerk zu schätzen wissen.
Kreativität im kleinen Maßstab
In der Braumanufaktur Lindner entsteht Kreativität nicht durch Trends, sondern durch Nähe. Nähe zum Bier, zum Prozess und zu den Menschen, die es trinken. Klassische Stile und besondere Spezialitäten stehen hier gleichberechtigt nebeneinander und zeigen, wie viel Persönlichkeit auch in einer kleinen Brauerei stecken kann. Biere mit Haltung, Charakter und ehrlichem Handwerk aus Bayerisch-Schwaben.



Brauerei Ustersbach
Schnelles Helles und Goldrausch
Brauort: Ustersbach, Bayerisch-Schwaben
Bierstile: Schnelles Helles (4,9 %) und Goldrausch Pale Ale (5,5 %)
Mitten im Zusamtal in Bayerisch-Schwaben liegt die Privatbrauerei Ustersbach, ein Familienbetrieb, der seit Jahrzehnten für Beständigkeit, Qualität und eine klare Haltung steht. Gebraut wird hier nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 mit Rohstoffen aus der Region. Alle Bierspezialitäten tragen das Siegel „Bayerisches Bier“ g.g.A. und stehen für eine Braukunst, die bewusst auf Zeit, Sorgfalt und Präzision setzt. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrfach der Bundesehrenpreis in Gold, unterstreichen diesen kompromisslosen Qualitätsanspruch.
Gleichzeitig blickt Ustersbach konsequent nach vorne. Mit dem „Grünen Weg“ verfolgt die Brauerei seit Jahren ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept. Eigene Energieerzeugung, intelligente Energiekreisläufe, Mehrwegsysteme und ein nahezu geschlossener Stoffkreislauf zeigen, dass moderne Braukunst und Verantwortung für Umwelt und Region hier selbstverständlich zusammengehören.
Das Schnelle Helle ist die bodenständige Seite dieser Philosophie. Untergärig, kalt vergoren und bewusst schlank gehalten, präsentiert es sich süffig, frisch und ausgewogen. Eine milde Hopfung, feine Würze und lebendige Spritzigkeit machen es zum idealen Alltagsbier. Klar strukturiert, unkompliziert und ehrlich zeigt es, wie viel Charakter in einem klassischen Hellen stecken kann.
Mit Goldrausch schlägt die Brauerei eine andere, deutlich modernere Richtung ein. Das Pale Ale verbindet exotisch-fruchtige Hopfenaromen mit einer angenehm herben Note und einem kräftigeren Körper. Tropische Frucht, dezente Zitrusanklänge und eine saubere Bittere sorgen für Spannung und Tiefe, ohne die Balance zu verlieren. Goldrausch zeigt, dass Ustersbach neben klassischer Braukunst auch Lust auf kreative Akzente und internationale Bierstile hat.
Kreativität mit schwäbischer Bodenhaftung
In Ustersbach bedeutet Kreativität nicht Lautstärke oder Trendjagd, sondern Vielfalt mit Haltung. Klassische Biere und moderne Interpretationen entstehen hier nebeneinander, getragen von handwerklicher Präzision, nachhaltigem Denken und einer tiefen Verwurzelung in der Region. So entstehen Biere, die vertraut wirken und gleichzeitig neue Facetten zeigen. Ehrlich, ausgezeichnet und zeitgemäß.



BrewsLi
Der Biermacher
The Art of Amber und Goldfalke
Brauort: München, Bayern
Bierstile: The Art of Amber American Amber Ale (5,3 %) und Goldfalke American IPA (6,0 %)
Mitten in München liegt BrewsLi, ein Brew Pub, der Bier dort entstehen lässt, wo es auch getrunken wird. In der Taubenstraße verbindet Benjamin Saller handwerkliches Brauen mit urbaner Barkultur und einer klaren Haltung zu Frische und Qualität. BrewsLi ist kein klassisches Wirtshaus und keine Produktionsbrauerei, sondern ein Ort, an dem Bier Teil des Moments ist. Direkt aus dem Tank ins Glas, ohne Umwege, ohne lange Lagerzeiten.
Gebraut wird auf einer kleinen Anlage, die bewusst Raum für Kreativität lässt. Kurze Wege, durchgängige Kühlung und kleine Sude sorgen dafür, dass jedes Bier frisch, lebendig und klar im Ausdruck bleibt. Wechselnde Biere gehören zum Konzept, denn Stillstand widerspricht der Idee dieses Hauses. BrewsLi versteht Bier als Produkt des Augenblicks, geprägt von Neugier, Erfahrung und dem Mut, Dinge auszuprobieren.
The Art of Amber zeigt die ausgewogene Seite der Brauerei. Das American Amber Ale präsentiert sich kupferfarben mit einem weichen, malzbetonten Fundament, das von einer modernen Hopfung begleitet wird. Idaho 7 Cryo, Comet und Cascade Cryo sorgen für feine Fruchtanklänge und Tiefe, ohne die Balance zu verlieren. Vollmundig, rund und zugänglich, aber niemals beliebig.
Mit dem Goldfalke zeigt BrewsLi seine hopfenbetonte Handschrift. Das American IPA setzt auf Citra und Falconer’s Flight und verbindet klare Fruchtaromen mit einer sauberen Bittere und schlankem Körper. Trotz seiner Intensität bleibt das Bier trinkfreudig und präzise, ein IPA, das Frische und Struktur konsequent in den Vordergrund stellt.
Kreativität aus dem Sudhaus
Bei BrewsLi – Der Biermacher entsteht Kreativität nicht aus Tradition, sondern aus Freiheit. Gebraut wird dort, wo getrunken wird, ohne Umwege, ohne lange Lagerzeiten und ohne starre Rezepte. Kleine Sude, kurze Wege und maximale Frische bilden das Fundament jedes Bieres. Innovation entsteht hier aus Neugier, handwerklicher Erfahrung und dem Mut, Dinge immer wieder neu zu denken. So entstehen Biere, die den Moment einfangen und zeigen, wie lebendig, direkt und zeitgemäß moderne Braukunst sein kann.



Fürst Wallerstein Brauhaus
Fürsten Hell Original und Landsknecht Kellerbier Dunkel
Brauort: Wallerstein, Schwaben
Bierstile: Fürsten Hell Original (5,0 %) und Landsknecht Kellerbier Dunkel (5,2 %)
Am mittelalterlichen Schlossberg von Wallerstein, tief verwurzelt unter dem markanten Felsen des Rieses, liegt das Fürstliche Brauhaus Wallerstein. Seit über 400 Jahren wird hier Bier gebraut und das mit einem Selbstverständnis, das Tradition nicht als Stillstand begreift, sondern als Fundament für Qualität und Charakter. Das Brauhaus steht für eine besondere Verbindung aus regionaler Herkunft, handwerklicher Präzision und einem klaren Bekenntnis zur Entschleunigung im Brauprozess.
Zentrale Rolle spielt dabei der legendäre Felsenkeller. In dieser natürlichen Umgebung reifen die Biere vier bis sechs Wochen bei konstant niedrigen Temperaturen. Auf künstliche Beschleunigung der Nachgärung wird bewusst verzichtet. Diese Zeit ist kein Luxus, sondern Teil der Philosophie. Sie sorgt für Klarheit im Geschmack, Tiefe im Körper und eine bemerkenswerte Balance im Glas. Gebraut wird ausschließlich mit ausgewählten Rohstoffen aus der Region, darunter Aromahopfen aus der Nähe, Malz regionaler Herkunft und Wasser aus dem Ries.
Das Fürsten Hell Original ist ein Paradebeispiel für diese Haltung. Goldgelb im Glas, mit feiner Malzigkeit und zurückhaltender Hopfenstruktur, zeigt es sich ausgewogen, mild und außergewöhnlich süffig. Das Bier folgt einem jahrhundertealten Familienrezept und wird stilecht in der klassischen Euroflasche abgefüllt. Die lange Reife im Felsenkeller verleiht ihm eine ruhige, elegante Struktur und macht es zu einem zeitlosen Vertreter bayerischer Braukunst mit schwäbischer Handschrift.
Das Landsknecht Kellerbier Dunkel ergänzt das Portfolio mit Tiefe und Charakter. Naturdunkel und unfiltriert, geprägt von intensivem Malzaroma und einer kernigen, aber niemals schweren Art. Trotz seiner geschmacklichen Tiefe bleibt es angenehm trinkbar und ausgewogen. Die handwerkliche Brauweise und die lange Lagerung bringen Struktur und Harmonie ins Bier. Die Auszeichnung mit Gold beim European Beer Star 2024 unterstreicht eindrucksvoll die Qualität dieses Kellerbiers und seine internationale Klasse.
Kreativität aus dem Felsenkeller
Im Fürstlichen Brauhaus Wallerstein bedeutet Kreativität nicht der Bruch mit der Geschichte, sondern das bewusste Weitertragen jahrhundertealter Braukunst. Regionale Rohstoffe, handwerkliche Präzision und die Reife im Felsenkeller bilden das Fundament jeder Rezeptur. Innovation entsteht hier nicht durch Beschleunigung, sondern durch Zeit, Erfahrung und ein feines Gespür für Balance. So entstehen Biere, die ihre Herkunft spürbar machen und zugleich zeigen, wie zeitlos und lebendig traditionelle Braukunst sein kann.



Brauhaus Riegele
Weizen Doppelbock und Bayerisch Ale 2
Brauort: Augsburg, Bayern
Bierstile: Weizen Doppelbock (8,0 %) und Bayerisch Ale 2 (5,0 %)
Seit 1386 wird in Augsburg Bier gebraut. Das Brauhaus Riegele blickt auf über 600 Jahre ununterbrochene Brautradition zurück und gehört damit zu den ältesten Familienbrauereien Deutschlands. Über Generationen hinweg wurde hier nicht nur Wissen weitergegeben, sondern auch eine klare Haltung entwickelt. Qualität entsteht durch Sorgfalt, Zeit und kompromisslose Rohstoffauswahl. Riegele steht für eine Braukultur, die historische Verfahren bewahrt und gleichzeitig offen für neue Ideen bleibt.
Ein zentrales Element der Riegele-Philosophie ist der bewusste Umgang mit den Zutaten. Gebraut wird mit Mineralwasserqualität aus der eigenen Mozartquelle, mit ausgewählten Aromahopfensorten und mit eigenen Hefestämmen, die in der hauseigenen Hefebank gepflegt werden. Eine Besonderheit ist die bis heute erhaltene Spelzentrennung. Dabei wird die Hülle des Malzkorns vom Mehlkörper getrennt, um kratzige Bitterkeit zu vermeiden und den würzig milden Charakter der Biere zu verfeinern. Die anschließende Reifung erfolgt über mehrere Wochen bei niedrigen Temperaturen. Zeit ist hier kein Kostenfaktor, sondern Teil der Qualität.
Der Weizen Doppelbock zeigt eindrucksvoll, wie kraftvoll und elegant obergärige Biere sein können. Mit seiner kastanienfarbenen Trübung, der hohen Stammwürze und dem ausgeprägten Hefearoma vereint er Fruchtigkeit, Malztiefe und Wärme. Noten von reifer Banane, dunklem Karamell und feiner Würze prägen das Geschmacksbild. Trotz seiner Stärke bleibt der Doppelbock ausgewogen und weich, getragen von der offenen Gärung und der langen Reifezeit. Ein selten gewordener Bierstil, der bei Riegele mit großer Präzision interpretiert wird.
Das Bayerisch Ale 2 steht für die kreative Seite der Brauerei. Entstanden in Zusammenarbeit mit Sierra Nevada, verbindet dieses Ale bayerische Braukunst mit internationaler Aromatik. Fruchtige Noten von Maracuja, Pfirsich und Aprikose treffen auf einen schlanken, frischen Körper und eine lebendige Kohlensäure. Die verwendeten Aromahopfensorten sorgen für ein klares, modernes Profil, ohne die Balance zu verlieren. Ein Bier, das Leichtigkeit, Ausdruck und handwerkliche Tiefe vereint.
Kreativität mit Augsburger Fundament
Bei Riegele bedeutet Kreativität nicht der Bruch mit der Tradition, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung. Historische Verfahren, eigene Rohstoffkompetenz und moderne Aromenkonzepte greifen ineinander. So entstehen Biere, die sowohl ihre Herkunft als auch ihren zeitgemäßen Anspruch klar im Glas zeigen. Riegele verbindet Vergangenheit und Gegenwart zu einer Braukunst, die über Generationen hinweg Bestand hat.



UNERTL Weißbier
UNERTL Original
Brauort: Haag in Oberbayern
Bierstil: UNERTL Original (4,9 Prozent)
Mitten in Haag, direkt neben dem Bräustüberl und nur ein paar Schritte voneinander entfernt, liegt die UNERTL Weißbierbrauerei. Seit 1948 wird hier Weißbier gebraut, und obwohl sich die Technik im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt hat, ist der Kern des Brauens unverändert geblieben. UNERTL ist heute ein Familienbetrieb in dritter und vierter Generation, geführt von Alois III und Alois IV, die jeden Tag persönlich über Sudhaus, offene Gärung und Flaschengärung wachen. Alles liegt eng beieinander, alles passiert unter einem Dach, und genau das prägt den Charakter dieser Brauerei.
Die offenen Gärbottiche sind das Herzstück des Hauses. Hier entsteht das Aroma, das UNERTL so unverwechselbar macht. Die Hefe wird täglich frisch geerntet, die Gärung wird bewusst offen gehalten und später folgt die klassische Flaschengärung, die Zeit und Geduld verlangt. Die Brauerei arbeitet ausschließlich mit regionalen Rohstoffen, verwendet überdurchschnittlich viel Weizenmalz und verzichtet vollständig auf Kurzzeiterhitzung oder Pasteurisation. Das Ergebnis ist ein Weißbier, das nicht konserviert, nicht geglättet und nicht standardisiert wird, sondern seinen natürlichen Charakter behalten darf.
Das UNERTL Original zeigt diese Haltung besonders deutlich. Es ist bernsteinfarben, hefetrüb und geprägt von einer warmen, weichen Aromatik. In der Nase verbinden sich Banane, reife Frucht und feine Gewürznoten zu einem typischen, aber zugleich eigenständigen Weißbierprofil. Im Geschmack wirkt das Bier vollmundig, harmonisch und erstaunlich frisch, getragen von einem hohen Weizenmalzanteil und der schonenden Gärung. Die Flaschengärung sorgt für eine runde, lebendige Perlage und unterstreicht die handwerkliche Tiefe des Bieres.
UNERTL ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im Weißbierland Oberbayern. Die Kombination aus Tradition, Familienhandwerk und technischem Feingefühl macht die Brauerei unverwechselbar. Vieles wird bewusst so gemacht wie früher, anderes wurde über Jahre weiterentwickelt. Die Qualität steht immer im Mittelpunkt, und die Brauerei setzt konsequent auf nachhaltige Wege. Dazu gehören kurze Transportwege, regionale Anbaupartner, Mehrwegflaschen, Wassereinsparung und eine Produktion, die so energieeffizient wie möglich gestaltet wird.
Kreativität mit familiärer Handschrift
Bei UNERTL bedeutet Kreativität nicht, ständig neue Sorten zu entwickeln, sondern den eigenen Weg zu verfeinern. Die Familie konzentriert sich darauf, traditionelle Methoden zu bewahren, Prozesse zu verbessern und dem Weißbier genau die Zeit zu geben, die es braucht. Das Ergebnis ist ein Weißbier, das Authentizität ausstrahlt und zeigt, wie viel Persönlichkeit, Erfahrung und Leidenschaft in einem sorgfältig gebrauten Klassiker stecken.


Brauhaus Germering
Trosthammer und Skywalker IPA
Brauort: Germering, Oberbayern
Bierstile: Trosthammer Hoppy Pale Ale (5,5 %) und India Pale Ale (7,5 %)
Am westlichen Rand Münchens, mitten in Germering, liegt eine Brauerei, die aus einer Idee unter Freunden entstand und heute zu den spannendsten jungen Braustätten der Region gehört. Das Brauhaus Germering hat seinen Ursprung in einer Stammtischrunde, aus der der Wunsch entstand, Bier wieder so zu brauen, wie es gedacht ist: handwerklich, ursprünglich und voller Persönlichkeit. Zwölf Brauer, ein gemeinsamer Anspruch und viel Leidenschaft prägen das Bild dieser Brauerei, die seit 2018 zeigt, wie lebendig die bayerische Bierkultur sein kann.
Gebraut wird bewusst bodenständig und transparent. Das Malz wird in Eigenarbeit geschrotet, gebraut wird ohne große Automation, vergoren und gelagert wird in modernen KZT-Tanks mit präziser Temperaturführung. Die Rohstoffe stammen aus ökologischer Landwirtschaft, verarbeitet wird ausschließlich Bio-Malz und Bio-Hopfen, und die Biere bleiben unfiltriert, unbehandelt und naturbelassen. Jede Charge wird mit spürbarer Sorgfalt gebraut und reift so lange, bis sie rund, klar und harmonisch ist.
Der Trosthammer zeigt diese Philosophie sehr deutlich. Das Bier öffnet sich mit einer intensiven Hopfenaromatik, die vom Stopfen mit Simcoe stammt. Passionsfrucht, helle Fruchtanklänge und eine weiche, harmonische Bittere formen ein modernes Hoppy Pale Ale, das trotz seiner Kraft angenehm rund bleibt. Die leichte Trübung unterstreicht die naturbelassene Herstellung und verleiht dem Bier seine lebendige Optik. Der Trosthammer zählt zu den charakterstärksten Bieren des Brauhauses und gehört zu den Favoriten im Sortiment.
Das IPA führt das Aromaprofil noch weiter. Kupferfarben im Glas und bereits beim Einschenken deutlich hopfenbetont, präsentiert es ein komplexes Zusammenspiel aus Zitrusnoten, beerigen Akzenten und harzigen Nuancen. Fünf Aromahopfensorten und das zweifache Stopfen sorgen für Tiefe und Ausdruckskraft. Trotz seiner Intensität bleibt das Bier balanciert, strukturiert und elegant. Es ist ein IPA, das sowohl Kenner begeistert als auch neugierige Genießer abholt, die ein aromatisch vielschichtiges Bier suchen.
Kreativität mit Germeringer Charakter
Im Brauhaus Germering entsteht Kreativität aus Vielfalt, Teamgeist und einem klaren Qualitätsbewusstsein. Jedes Bier trägt die Handschrift seines Brauers, ein Stück handwerklicher Überzeugung und die gemeinsame Idee, Bier wieder nahbar und lebendig zu machen. So entsteht eine Braukultur, die zeigt, wie inspirierend die Verbindung aus Tradition und modernen Interpretationen sein kann.



Oberstdorfer Dampfbierbrauerei
Dampfbier Dunkel und Dampfbier Weizen
Brauort: Oberstdorf, Allgäu
Bierstile: Dampfbier Dunkel (5,0 %) und Dampfbier Weizen (5,2 %)
Im Herzen von Oberstdorf, direkt gegenüber vom Bahnhof, liegt die Dampfbierbrauerei. Ein Ort, an dem Gastfreundschaft, Lebensfreude und gelebtes Brauhandwerk eine besondere Verbindung eingehen. Seit über drei Jahrzehnten zählt die Brauerei zu den charakterprägendsten Adressen im Allgäu. Wer hier eintritt, spürt sofort die Mischung aus uriger Wirtshauskultur, herzlicher Atmosphäre und traditioneller Braukunst, die den Charme dieses Hauses ausmacht.
Gebraut wird offen, frisch und mit großer Sorgfalt. Die Zutaten stammen aus regionalen Quellen, verarbeitet werden sie direkt vor Ort in einer Brauanlage, die im Gastraum steht und den Gästen bei jedem Besuch zeigt, dass echtes Handwerk hier Teil des Erlebnisses ist. Die Reifung erfolgt über mehrere Wochen in kühlen Kellern. Ein Prozess, der den Bieren Ruhe, Tiefe und ihren unverwechselbaren Charakter verleiht.
Das Dampfbier Dunkel ist ein klassisches, untergäriges Vollbier, das mit seiner kräftigen, dunklen Farbe und dem weichen Malzprofil sofort begeistert. Ein runder Körper, feine Röstaromen und eine ausgewogene Hopfenbittere verleihen dem Bier eine warme, einladende Note. Es ist ein echtes Allgäuer Dunkel, das zeigt, wie harmonisch Malz, Zeit und Handwerk zusammenwirken können.
Das Dampfbier Weizen steht für die traditionelle Münchner Weißbierbrauart, jedoch mit Allgäuer Seele. Bernsteinfarben und hefetrüb, entfaltet es Aromen von Banane, reifer Frucht und feinen Gewürznoten, die von der obergärigen Hefe stammen. Der Geschmack ist süffig, voll, weich und lebendig, getragen von einem hohen Weizenmalzanteil und einer zurückhaltenden Hopfengabe. Ein Weißbier, das mit seiner Natürlichkeit und Balance überzeugt.
Kreativität mit Herz und Allgäuer Bodenständigkeit
Bei der Dampfbierbrauerei Oberstdorf bedeutet Kreativität nicht laut oder auffällig zu sein, sondern das Besondere im Einfachen zu verfeinern. Die Brauerei verbindet traditionelle Arbeitsweisen mit einem feinen Gespür für regionale Zutaten und den Mut, jedem Bier eine eigene Handschrift zu verleihen. Hier entstehen Biere, die durch Ruhe, Geduld und ehrliches Brauhandwerk geprägt sind. Sie spiegeln das Allgäu wider, seine Menschen, seine Gastfreundschaft und das Gefühl, für einen Moment anzukommen. Jede Sorte zeigt, wie viel Wärme, Leidenschaft und Erfahrung in einem echten Oberstdorfer Dampfbier steckt.



Riedenburger Brauhaus
Historisches Emmer-Bier und Emmer-Bier Alkoholfrei
Brauort: Riedenburg, Niederbayern
Bierstile: Historisches Emmer-Bier (5,1%) und Historisches Emmer-Bier alkoholfrei
Mitten im Altmühltal, umgeben von Hopfengärten, Streuobstwiesen und alten Kulturlandschaften, braut das Riedenburger Brauhaus seit über 260 Jahren Bier nach klarer Haltung: ökologisch, regional und in enger Verbindung mit der Natur. Die Brauerei ist eine der traditionsreichsten Familienbrauereien Niederbayerns und wurde bereits 1756 von der Familie Krieger gegründet. Heute führt Maximilian Krieger das Unternehmen in achter Generation weiter. Konsequent nachhaltig, mutig und zugleich tief verwurzelt in der Region.
Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das Urgetreide Emmer ein. Es gehört zu den ältesten kultivierten Getreidesorten der Menschheit, wurde im Mittelalter fast vollständig verdrängt und erlebt dank des Riedenburger Brauhauses eine bemerkenswerte Renaissance. Seit 2004 arbeitet die Brauerei eng mit regionalen Vertragslandwirten zusammen, die den „Altmühltaler Emmer“ exklusiv für Riedenburg anbauen. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Rohstoffkreislauf, der Tradition, Biodiversität und regionale Wertschöpfung miteinander verbindet. Für dieses Engagement wurde die Brauerei 2024 vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium als „Bayerischer Leuchtturmbetrieb“ ausgezeichnet.
Das Historische Emmer-Bier ist das Herzstück dieser Philosophie. Ursprünglich für ein historisches Stadtfest im Jahr 2004 entwickelt, avancierte es schnell zu einem Klassiker im Sortiment. Das Bier zeigt eine warmgoldene bis bernsteinfarbene Tönung und verströmt ein Aroma von feinem Getreide, dezenten Honignoten und einer leichten Fruchtigkeit. Am Gaumen wirkt es weich, rund und charmant malzaromatisch, getragen vom charakteristischen Geschmack des Emmers: nussig, vollmundig und angenehm würzig. Der Körper ist harmonisch, die Bittere zurückhaltend und das Sensorikprofil einzigartig. Ein Bier, das sich von modernen Standardstilen bewusst unterscheidet und eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.
Als konsequente Weiterentwicklung entstand das Historische Emmer-Bier alkoholfrei. Es bewahrt dieselben urgetreidigen Grundaromen, setzt jedoch stärker auf die feinen Getreidenoten, eine leichte Fruchtsüße und eine sehr klare, erfrischende Textur. Ein alkoholfreies Bier, das nicht als Ersatz wirkt, sondern als eigenständige Spezialität überzeugt. Durch die schonende Herstellung und den Verzicht auf Filtration bleibt das Geschmackserlebnis natürlich, voll und ausgewogen.
Kreativität mit Verantwortung
Im Riedenburger Brauhaus bedeutet Kreativität nicht Trendjagd, sondern die bewusste Weiterentwicklung historischer Rohstoffe und nachhaltiger Braupraktiken. Emmer, Dinkel, Einkorn und Bio-Gerste bilden die Grundlage für Biere, die Handwerk, Geschichte und Zukunft miteinander verbinden. Jedes Glas zeigt, wie viel Charakter in regionalen Zutaten steckt und wie eine bayerische Familienbrauerei mit Mut, Erfahrung und ökologischem Bewusstsein etwas Einzigartiges schaffen kann.



Schlossbrauerei Stein
Steiner Export und Heinz von Stein Zwickl
Brauort: Stein an der Traun, Oberbayern
Bierstile: Steiner Export (5,3 Prozent) und Heinz von Stein Zwickl (5,3 Prozent)
Am Fuße der berühmten Höhlenburg von Stein an der Traun, eingebettet in eine mittelalterliche Kulisse und geprägt von einer über fünf Jahrhunderten gewachsenen Braukultur, liegt die Schlossbrauerei Stein. Seit 1489 wird hier Bier gebraut. Die Brauerei gehört damit zu den ältesten Braustätten der Region und verbindet bis heute historische Substanz mit moderner Braupraxis. Generationen von Besitzern und Braumeistern haben den Charakter der Brauerei geprägt und weiterentwickelt. Ein zentraler Bestandteil der Identität ist der Felsenkeller unter dem Hochschloss. In dieser natürlich kühlen, konstanten Umgebung reifen die Steiner Biere vier bis sechs Wochen und erhalten dort ihre feinen Aromanoten und ihre besondere Ruhe.
Ein wichtiger Pfeiler der Brauereiphilosophie ist die Zusammenarbeit mit rund hundert regionalen Landwirten, die Braugerste und Bio-Braugerste für Stein anbauen. Dazu kommt ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein. Zwei eigene Wasserkraftwerke erzeugen nahezu den gesamten Strombedarf und verdeutlichen den Anspruch, nachhaltig und verantwortungsvoll zu arbeiten. Der Gedanke, in Generationen zu denken und regionale Ressourcen zu schützen, ist in Stein tief verankert.
Das Steiner Export spiegelt diese Haltung deutlich wider. Es besitzt eine satte goldene Farbe und ein feinmalziges Aroma, das von einer milden Hopfenbittere getragen wird. Die höhere Stammwürze verleiht ihm Fülle und einen angenehm runden Körper. Durch die sorgfältige untergärige Brauart und die lange Lagerung im Felsenkeller entsteht ein Bier, das traditionell, klar und zugleich bemerkenswert weich wirkt. Das Export zeigt, wie Stein die klassische bayerische Bierkultur mit Ruhe und Handwerk bewahrt.
Der Heinz von Stein Zwickl ist unfiltriert, naturbelassen und voll ursprünglicher Charakterzüge. Malz und Hefe prägen das kernige Aromabild, während eine feine Hopfennote für Balance sorgt. Die natürliche Trübung verweist auf die schonende Verarbeitung und bringt die ursprüngliche Tiefe des Bieres zur Geltung. Die traditionelle Lagerung im Felsenkeller verleiht dem Zwickl seine harmonische Struktur und ein weiches, rundes Finish.
Kreativität mit historischem Fundament
In Stein bedeutet Kreativität, die eigene Geschichte bewusst zu nutzen und in die Gegenwart zu tragen. Die Brauerei arbeitet mit alten Strukturen, bewährten Rezepturen und regionalen Rohstoffen, kombiniert mit moderner Technik und einem klaren Qualitätsanspruch. Das Ergebnis sind Biere, die ihre Herkunft spürbar machen und gleichzeitig zeigen, wie zeitlos gute Braukunst sein kann.



Hopfenhäcker
Winterbier
Brauort: München-Perlach, Oberbayern
Bierstile: Belgian Dubbel Style
Alkoholgehalt: 7,3 % Vol.
Mit Hopfenhäcker begegnet man einer Brauerei, die aus einer Mischung aus bayerischer Bodenständigkeit, technischem Know-how und amerikanischer Experimentierfreude entstanden ist. Der Ursprung liegt nicht in einem Großbetrieb, sondern in einer Idee, die 2013 zwischen zwei Brauern wuchs: dem Münchner Werner Schuegraf und dem amerikanischen Brauer Matt Riggs. Was beide verband, war die Faszination für Fermentation, ungewöhnliche Aromen und die Lust, traditionelle Braukunst mit kreativen Impulsen zu verbinden.
Werner, Brauer und Diplom-Braumeister, hat über Jahrzehnte Gasthausbrauereien aufgebaut und Anlagen auf der ganzen Welt installiert. Matt brachte aus den USA die Energie der dortigen Craft-Bewegung mit – mutig, hopfenbetont, unkonventionell. Zusammen entwickelten sie erste Rezepte in einer Garage, probierten, verwarfen und verfeinerten. Der Name Hopfenhäcker beschreibt sie treffend: Tüftler, die Grenzen ausloten und Handwerk mit Innovation verschmelzen lassen.
2016 entstand in einem Haidhauser Hinterhof die erste eigene Brauerei. Der charismatische Standort wurde schnell zu klein und so zog Hopfenhäcker 2021 in die traditionsreiche Forschungsbrauerei nach Perlach um. Dort wird Technikgeschichte behutsam mit Kreativität kombiniert: historische Substanz, modernisierte Sudhaus-Technik und Raum für neue Ideen.
Hopfenhäcker steht für Biere, die bewusst anders gedacht werden. Die Brauerei verbindet bayerisches Brauhandwerk mit internationalen Einflüssen und experimentiert mit Hopfensorten, Hefestämmen und Fermentationskonzepten, ohne das Reinheitsgebot zu verlassen. Jedes Bier trägt eine klare Handschrift: kreativ, aromatisch, zugänglich und trotzdem individuell.
Das Winterbier mit 7,3 Prozent ist ein saisonaler Höhepunkt. Es ist im belgischen Dubbel-Stil gebraut, dunkel kupferfarben und warm im Charakter. Die belgische Hefe bringt fruchtige Noten und zarte Gewürzanklänge, während Malzfülle und eine doppelte Vergärung für Tiefe und trockenen Abgang sorgen. Amarillo, Taurus und Cascade geben feine Bittere und leichte Citrusakzente. Ein überraschend harmonisches Bier, das zeigt, wie Hopfenhäcker traditionelle Stile mit eigener Interpretation verbindet.
Kreativität als Haltung
Bei Hopfenhäcker bedeutet Kreativität, Braukunst mit Neugier und handwerklicher Präzision weiterzuentwickeln. Die Brauerei verbindet traditionelle bayerische Braukultur mit einer offenen, experimentierfreudigen Denkweise, die Raum für neue Aromen und Ideen lässt.
Jeder Sud entsteht mit viel Erfahrung, technischem Feingefühl und einer Leidenschaft für Fermentation. Sorgfältig ausgewählte Hefen, besondere Hopfensorten und individuelle Rezepturen verleihen den Bieren ihren eigenen Charakter. Hopfenhäcker steht für Biere, die mutig, überraschend und gleichzeitig klar in ihrer Qualität sind Unverwechselbar, bodenständig und geprägt vom Münchner Spirit.


Weissbräu Schwendl
Weisse Hell und Ursprung
Brauort: Tacherting, Oberbayern
Bierstile: Weisse Hell (5,1 %) und Ursprung (5,8 %)
Mitten im Chiemgau, umgeben von Feldern, Höfen und einer langen Brautradition, liegt Weissbräu Schwendl. Was 1935 in einem 80-Liter-Waschkessel begann, entwickelte sich in vier Generationen zu einer Weißbierbrauerei mit unverwechselbarem Charakter. Die Familie Schwendl führt den Betrieb seit Anfang an und verbindet handwerkliches Gespür mit einem feinen Sinn für Tradition und moderne Akzente. Heute braut Anton Schwendl, vielen als Done bekannt, an der Sudpfanne. Er wuchs in der Brauerei auf, beobachtete als Kind die offene Gärung und fand schon früh seine Leidenschaft in der Arbeit mit Malz, Hefe und Hopfen.
Weissbräu Schwendl setzt konsequent auf natürliche Prozesse. Gebraut wird mit eigener Reinzuchthefe, regionalen Rohstoffen und offener Hauptgärung, die dem Bier ihre typische Frische und Ausdruckskraft verleiht. Die Biere werden weder pasteurisiert noch künstlich geglättet, wodurch sie ihre Tiefe und ihr ursprüngliches Aroma behalten. Viele Auszeichnungen beim European Beer Star bestätigen die besondere Handschrift der Brauerei.
Die Schalchner Weisse Hell zeigt diese Philosophie besonders deutlich. Das Bier besitzt eine kräftig bronzefarbene Trübung und duftet nach Banane, Vanille und einer feinen Zitrusnote. Der Antrunk ist fruchtig und erfrischend, getragen von einer runden Malzbasis, die der Weisse ihre angenehme Tiefe verleiht. Die offene Gärung sorgt für eine lebendige Spritzigkeit und ein weiches Mundgefühl, das typisch für die Biere aus Tacherting ist. Ein Weißbier, das seine Wurzeln stolz zeigt und dennoch modern wirkt.
Ursprung entstand aus einem Originalrezept von 1935, das im Büro der Brauerei hängt und viele Jahre darauf wartete, wieder in die Sudpfanne zu kommen. Das bernsteinfarbene Weißbier vereint helles und dunkles Weizen- und Gerstenmalz zu einem vollmundigen, warmen Geschmacksprofil. Der erste Schluck zeigt brotige und hefige Noten, gefolgt von einer feinen Fruchtigkeit und einem langen, harmonischen Nachklang. Die Flaschengärung sorgt für eine besonders weiche Rezenz und unterstreicht den handwerklichen Charakter des Bieres.
Kreativität mit Wurzeln im Chiemgau
Bei Weissbräu Schwendl bedeutet Kreativität nicht ständige Neuerfindung, sondern das Weiterführen und Veredeln einer jahrzehntelangen Tradition. Jedes Bier erzählt ein Stück Familiengeschichte und zeigt, wie viel Persönlichkeit, Leidenschaft und Erfahrung in einem echten Chiemgauer Weißbier stecken.



Higgins Ale Works
Tikier Tour New Zealand Pils
Brauort: München Maxvorstadt, Oberbayern
Bierstile: Kreatives Pils
Alkoholgehalt: 4,9 % Vol.
Higgins Ale Works zählt zu den spannendsten Craft-Beer-Brauereien Münchens. Die Geschichte beginnt mit Paul und Jen Higgins, einem amerikanischen Ehepaar, das vor über 20 Jahren nach München kam und hier eine neue Heimat fand. Paul braute schon in den frühen Tagen der amerikanischen Craft-Beer-Bewegung und brachte dieses Wissen, die Experimentierfreude und einen ausgeprägten Innovationsgeist mit nach Bayern.
Im Jahr 2016 bezogen die beiden eine ehemalige Bäckerei im Keller eines historischen Gebäudes in der Maxvorstadt. Dieser Ort entwickelte sich schnell zum Zentrum der Brauerei. Hier entstanden die ersten Rezepte, hier wurde getestet, verfeinert und weiterentwickelt. 2018 begann die kommerzielle Produktion und 2022 folgte die Eröffnung des eigenen Taprooms direkt neben der Braustätte. Dieser kleine, lebendige Treffpunkt wurde inzwischen von National Geographic zu einem der besten Orte zum Biertrinken in München gekürt.
Higgins Ale Works steht für Handwerkskunst im Kleinen, für präzise Arbeitsschritte, kreative Hopfenkombinationen und ein tiefes Verständnis von Aromen. Trotz Innovationsfreude bleibt die Brauerei den Grundsätzen des Reinheitsgebots treu und arbeitet gleichzeitig mit modernen Techniken wie Kalthopfung, Hefespaltungen oder hopfenbetonten New-World-Sorten. Die Nähe zum Gast, das Miteinander in der Münchner Craft-Beer-Szene und der Mut zum Experiment machen Higgins Ale Works zu einer der charakterstärksten Brauereien der Region.
Das Tikier Tour New Zealand Pils mit 4,9 Prozent Volumen ist eine Zusammenarbeit mit Yankee und Kraut aus Ingolstadt. Es zeigt eindrucksvoll, wie komplex und modern ein Pils schmecken kann. Neuseeländische Cryo-Hopfen wie Motueka, Riwaka und Nelson Sauvin prägen das Aroma mit fruchtigen, leicht harzigen und frischen Kräuternoten. Das Bier ist trocken, klar strukturiert und besitzt eine knackige Bittere, die hervorragend mit der tropischen Hopfencharakteristik harmoniert.
Kreativität als Haltung
Bei Higgins Ale Works bedeutet Kreativität, die Balance zwischen Tradition und Abenteuer zu suchen. Die Brauerei verbindet amerikanische Innovationsfreude mit bayerischem Qualitätsanspruch. Jedes Bier entsteht mit großer Sorgfalt, engem Kontakt zu den Gästen und einem Blick dafür, was Neues möglich ist, ohne die handwerklichen Grundlagen zu verlassen. Das Ergebnis sind Biere, die mutig, präzise und voller Persönlichkeit sind und der Münchner Bierszene eine frische Note verleihen.


Bräu im Moos
Lager Hell & Weihnachtsbier
Brauort: Tüßling, Oberbayern
Bierstile: Lager Hell (4,8 %) / Weihnachtsbier (5,4 %)
Mitten im Landschaftsschutzgebiet des Mörnbachtals liegt ein Ort, an dem Tradition, Natur und Braukunst seit über 150 Jahren zusammenfinden. Bräu im Moos wurde 1870 gegründet und befindet sich bis heute in Familienbesitz. Die Familie Münch führt Brauerei und Brauereigasthof in fünfter Generation. Ein Zusammenspiel aus Heimat, Gastfreundschaft und echter Handwerkskunst, das man sofort spürt.
Bräu im Moos braut ausschließlich mit regionalen Zutaten aus Bayern: edler Aromahopfen aus der Hallertau, bayerisches Malz und kristallklares Wasser aus der eigenen Quelle. Alle Biere bleiben naturbelassen, ohne Pasteurisation oder Kurzerhitzung. Ein Grund, warum sie ihren ursprünglichen Geschmack so authentisch bewahren. Das traditionelle Sudhaus ist bis heute das Herz des Brauens, während moderne Technik für konstante Qualität sorgt.
Die Brauerei steht für Vielfalt und Natürlichkeit – Export, Lager, Hopfen Pils, Dunkles, Weißbiere, saisonale Spezialitäten und eigene Radler. Dazu kommt eine besondere Verbindung zur Natur: Das Rotwildgehege am Brauereigasthof gehört seit den 1970ern dazu und wird täglich mit Biertrebern aus dem Sudhaus gefüttert.
Das Lager Hell zeigt diese Philosophie besonders klar. Es ist ein feinwürziges und frisches Bier mit hellen Malzaromen, die von einer eleganten Hopfenblume begleitet werden. Eine spezielle Rezeptur aus fünf unterschiedlichen Aromahopfensorten sorgt für ein vielschichtiges, harmonisches Geschmacksbild. Der Antrunk ist leicht und erfrischend, dennoch bleibt der Körper erstaunlich voll und rund. Dieses Lager Hell ist ein Beispiel dafür, wie Bräu im Moos klassische bayerische Bierstile mit Feingefühl interpretiert und ihre natürliche Süffigkeit zur Geltung bringt.
Zur Winterzeit kommt jedes Jahr das traditionelle Weihnachtsbier hinzu. Es ist kräftiger, bernsteinfarben und vollmundig, mit weichen Malznoten, dezenter Wärme und einer angenehmen Tiefe. Aromen von Karamell, leichter Röstung und feiner Würze verleihen diesem Bier einen festlichen Charakter, der ideal zu den ruhigen Tagen der Adventszeit passt. Das Weihnachtsbier ist seit Jahrzehnten eine feste Größe der Brauerei und wird von vielen als das besondere Highlight des Jahres empfunden.
Kreativität mit Tradition
Bräu im Moos versteht Kreativität als Weiterentwicklung bewährter Braukunst. Neue Impulse entstehen aus Erfahrung und Neugier, nicht aus Lautstärke oder Effekthascherei. Das kaltgehopfte Hopfen Pils ist ein Beispiel dafür, wie innovativ traditionelle Rezepte interpretiert werden können. Gleichzeitig bleibt die Brauerei ihren Wurzeln treu und setzt auf handwerkliche Methoden, regionale Zutaten und authentischen Geschmack. Jedes Bier erzählt die Geschichte von Heimatgefühl, hoher Sorgfalt und echter Leidenschaft.



Privat-Brauerei Gut Forsting
Forstinger Biobier & Weihnachtsbier
Brauort: Forsting, Landkreis Rosenheim, Oberbayern
Bierstile: Helles Biobier / Weihnachtsbier
Alkoholgehalt: 5,2 % Vol. (Biobier) / 5,4 % Vol. (Weihnachtsbier)
Die Privat-Brauerei Gut Forsting eG gehört zu den traditionsreichsten Genossenschaftsbrauereien in Oberbayern. Der Grundstein wurde im Jahr 1871 gelegt und 1916 entstand daraus die Genossenschaft, die bis heute Bestand hat. Diese Struktur prägt die Brauerei bis heute, denn sie rückt regionale Verbundenheit, gemeinschaftliches Arbeiten und eine handwerkliche Identität in den Mittelpunkt.
Über die Jahrzehnte entwickelte sich Forsting von einer kleinen Landbrauerei zu einem modernen Betrieb. Mit dem Neubau im Jahr 2003 begann ein neues Kapitel, ohne dass die traditionellen Werte und das handwerkliche Selbstverständnis aufgegeben wurden. Die Brauerei setzt weiterhin auf ausgewählte Rohstoffe aus der Region, eigenes Brauwasser und bewährte Rezepturen, die mit viel Erfahrung gepflegt und weitergeführt werden.
Das Forstinger Biobier mit 5,2 Prozent Volumen zeigt, wie harmonisch natürliche Zutaten miteinander wirken können. Malz und Hopfen aus ökologischem Anbau treffen auf weiches Forstinger Brauwasser und ergeben ein mildes, ausgewogenes Helles mit feinem Malzaroma und einer sanften Hopfennote. Es ist ein Bier, das durch seine Natürlichkeit überzeugt.
Das Weihnachtsbier mit 5,4 Prozent Volumen wird jedes Jahr nur zur Weihnachtszeit eingebraut und gehört seit vielen Jahrzehnten zur festen Tradition der Brauerei. Es ist gold bis kupferfarben, besitzt eine weiche Süße, eine warme Malzaromatik und einen vollmundigen Körper. Die dezenten Honig- und Karamelltöne machen es zu einem idealen Begleiter für die winterlichen Festtage.
Kreativität mit Heimatbezug
In Forsting bedeutet Kreativität, das Bewährte zu erhalten und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Die Brauerei vertraut auf regionale Rohstoffe, nachhaltige Arbeitsweise und ein ehrliches Handwerk. Das Ergebnis sind Biere, die nicht mit Trends arbeiten müssen, sondern durch Beständigkeit, Qualität und ihren oberbayerischen Charakter beeindrucken.



Schlossbrauerei Maxlrain
Maxl Zwickl & Schloss Weisse
Brauort: Maxlrain bei Tuntenhausen, Oberbayern
Bierstile: Helles Zwicklbier / Dunkles Weißbier
Alkoholgehalt: 5,3 % Vol. (Maxl Zwickl) / 5,0 % Vol. (Schloss Weisse)
Am Fuße der Mangfallberge, zwischen Rosenheim und dem Chiemgau, steht die Schlossbrauerei Maxlrain – ein Ort, an dem bayerische Brautradition auf höchste Handwerkskunst trifft. Seit 1636 wird hier im Schatten des Schlosses Bier gebraut. Heute führt Peter Prinz von Lobkowicz das Unternehmen in siebter Generation, gemeinsam mit Brauereidirektor Roland Bräger und Braumeister Josef Kronast, der 2024 als „Braumeister des Jahres“ ausgezeichnet wurde.
Die Brauerei setzt konsequent auf Qualität, Geduld und Regionalität. Gerste stammt aus eigenem Vertragsanbau, Hopfen aus der Hallertau, das Brauwasser aus einer eigenen Quelle im Mangfalltal. Alle Biere lagern bis zu sechs Wochen, Zeit, die man schmeckt. Diese Hingabe brachte Maxlrain bereits 17 Bundesehrenpreise und den Titel „Brauerei des Jahres 2024“ ein.
Das Maxl Zwickl (5,3 % Vol.) ist ein naturbelassenes, unfiltriertes Helles mit heller Honigfarbe und fester Schaumkrone. Im Duft kellerfrisch und leicht würzig, am Gaumen weich und moussierend. Malz, Hefe und Hopfen bilden ein rundes Zusammenspiel, das für einen vollmundigen Körper sorgt. Ein Bier mit Charakter, süffig, ehrlich und perfekt für den Moment zwischen Alltag und Genuss.
Die Schloss Weisse (5,0 % Vol.) zeigt, wie viel Tiefe in einem traditionellen Weißbier stecken kann. Kupferfarben mit rötlichem Schimmer und feinporiger Schaumkrone duftet sie nach reifen Bananen und Mango. Im Geschmack spritzig und cremig zugleich, mit einem sanften Körper und einer dezenten Süße im Abgang, die an geröstete Mandeln erinnert. Gebraut nach überlieferter Rezeptur mit edlen Röstmalzen und frischem Maxlrainer Wasser – ein Weißbier mit Seele.
Kreativität aus Tradition
In Maxlrain ist Kreativität kein Experiment, sondern ein Bekenntnis zur Perfektion des Handwerks. Seit Jahrhunderten beweist die Schlossbrauerei, dass man auch innerhalb des bayerischen Reinheitsgebots Vielfalt und Charakter schaffen kann. Jedes Bier wird mit Respekt vor der Tradition und Liebe zum Detail gebraut – ein Stück bayerische Identität im Glas.



Privatbrauerei M.C. Wieninger
Hoamat Weißbier & Winter Festbier
Brauort: Teisendorf, Rupertiwinkel, Oberbayern
Bierstile: Weißbier / Festbier
Alkoholgehalt: 5,6 % Vol. (Hoamat Weißbier) / 5,8 % Vol. (Winter Festbier)
Mitten im Rupertiwinkel, im idyllischen Teisendorf, wird seit mehr als 350 Jahren in der Privatbrauerei M.C. Wieninger echtes Handwerk gelebt. Hier entstehen Biere mit Herz, Verstand und Heimatbewusstsein – gebraut mit besten regionalen Zutaten und viel Geduld. Unter der Leitung von Braumeister Bernhard Löw pflegt die Brauerei eine Philosophie, die weit über den Geschmack hinausgeht: Nachhaltigkeit, Verantwortung und Wertschätzung für Mensch und Natur.
Die Hoamat-Biere sind Ausdruck dieser Haltung. Sie stehen für ehrliche Qualität, kurze Wege und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit heimischen Bio-Landwirten. Das Getreide stammt aus dem Rupertiwinkel, darunter historische Sorten wie der Laufener Landweizen oder der Tauernroggen. Die Verarbeitung erfolgt nach den strengen Richtlinien von Naturland e.V., womit Wieninger ein deutliches Zeichen für regionale Wertschöpfung und gelebte Nachhaltigkeit setzt.
Das Hoamat Weißbier (5,6 % Vol.) leuchtet bernsteinfarben im Glas und entfaltet ein fruchtig-weiches Aroma mit Noten von Banane, Birne und einer feinen Hefewürze. Der Laufener Landweizen sorgt für eine erdige Tiefe und ein angenehm vollmundiges Mundgefühl. Dieses Weißbier steht für Handwerk, das seine Herkunft schmecken lässt – natürlich, authentisch und unverfälscht.
Das Winter Festbier (5,8 % Vol.) präsentiert sich goldgelb und naturtrüb. Es duftet blumig und malzbetont, mit Nuancen von Honig, hellem Karamell und einem Hauch frischer Blüten. Am Gaumen überzeugt es durch seine feine Balance von Malzsüße und milder Hopfenbittere. Ein vollmundiges, harmonisches Festbier, das Wärme ausstrahlt und perfekt in die Winterzeit passt.
Kreativität aus Verantwortung
Kreativität zeigt sich bei Wieninger nicht in ständigen Neuinterpretationen, sondern in der konsequenten Umsetzung einer klaren Haltung. Die Brauerei beweist, dass Tradition und Innovation keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzen. Jede Flasche erzählt eine Geschichte von Heimat, Nachhaltigkeit und ehrlicher Braukunst.
Mit der Hoamat-Philosophie setzt Wieninger ein Zeichen für eine neue Generation bayerischer Brauereien – modern, verantwortungsbewusst und trotzdem fest in der regionalen Kultur verwurzelt. Bier, das Werte bewahrt und Zukunft gestaltet. Bier mit Seele. Bier mit Herkunft.



Kloster Andechs
Bergbock Hell & Doppelbock Dunkel
Brauort: Andechs, Oberbayern
Bierstile: Heller Bock / Dunkler Doppelbock
Alkoholgehalt: 6,9 % Vol. (Bergbock Hell) / 7,1 % Vol. (Doppelbock Dunkel)
Auf dem Heiligen Berg bei Andechs, dem ältesten Wallfahrtsort Bayerns, gehen Glaube, Handwerk und Genuss seit Jahrhunderten Hand in Hand. Bereits 1458 erhielt das Benediktinerkloster das Recht, Bier zu brauen und auszuschenken. Damit begann eine bis heute ungebrochene Brautradition, die eng mit der Geschichte der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München verbunden ist. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 wurde das Kloster zwischenzeitlich aufgehoben, ehe König Ludwig I. es 1846 für die Benediktiner wiedererstehen ließ. Der Auftrag war klar: Das Kloster sollte sich aus eigener Arbeit erhalten – und die Brauerei war dabei von Anfang an das Herzstück des Wirtschaftsbetriebs.
Seit dieser Zeit wurde in Andechs kontinuierlich investiert, modernisiert und erweitert. 1906 entstand am Osthang des Heiligen Berges die imposante Mälzerei, 1984 folgte der vollständige Neubau der Brauerei am Fuß des Berges. Mit über 100.000 Hektolitern Ausstoß pro Jahr zählt Andechs heute zu den bekanntesten Klosterbrauereien Deutschlands, geblieben ist der ursprüngliche Gedanke: Bier nicht als Industrieprodukt, sondern als handwerklich gebrautes Lebensmittel zu verstehen.
Der Bergbock Hell ist ein leuchtend goldener, glanzklarer heller Bock, der seine Kraft elegant trägt. In der Nase zeigen sich feine Malznoten, floraler Hopfen und ein Hauch Honig. Am Gaumen wirkt er weich und vollmundig, harmonisch balanciert zwischen Süße und einer dezenten Bittere. Trotz 6,9 Prozent Alkohol bleibt er erstaunlich trinkfreudig und hinterlässt einen weichen, runden Abgang.
Der Doppelbock Dunkel ist das Aushängeschild der Brauerei – tief kupferfarben mit rotgoldenen Reflexen, samtiger Schaumkrone und einem Duft nach Karamell, Röstmalz, Kakao und Dörrobst. Der Geschmack ist vollmundig und kräftig, dennoch geschmeidig. Eine feine Süße und röstige Kakaonoten klingen lange nach und verleihen dem Doppelbock seinen legendären Charakter.
Kreativität mit geistiger Tiefe
In Andechs entsteht Kreativität nicht durch Experimentierfreude, sondern durch Beständigkeit, Erfahrung und Hingabe. Die Benediktiner verbinden alte Werte mit modernem Wissen, setzen auf lange Lagerzeiten, das traditionelle Zweitankverfahren und hochwertige Rohstoffe aus Bayern. Jeder Sud trägt die Handschrift von Geduld und Achtsamkeit. So stehen Bergbock Hell und Doppelbock Dunkel für eine Braukunst, die über Jahrhunderte gewachsen ist – ehrlich, bodenständig und doch voller Tiefe und Inspiration.



Flugwerk Feldkirchen
Helles Export & Dunkle Seite
Brauort: Feldkirchen bei München, Oberbayern
Bierstil: Helles Export / Dunkles
Alkoholgehalt: 5,2 % / 5,0 % Vol.
Im Münchner Osten erhebt sich das Flugwerk Feldkirchen als moderner Treffpunkt für bayerische Wirtshauskultur mit eigener Brauerei.
Wo einst das Fliegerbräu zuhause war, hat Michael Sechehaye 2016 seinen Traum vom eigenen Brauhaus verwirklicht. Der gelernte Gastronom führt das Flugwerk mit sichtbarem Herzblut – und das spürt man sofort, wenn man den Raum betritt.
Zwischen unverputzten Ziegelwänden, kupferfarbenem Sudhaus und warmem Licht treffen hier Handwerk und Atmosphäre aufeinander. Das Haus ist kein reines Restaurant, sondern ein lebendiger Ort des Genießens – mit Platz für über 160 Gäste im Gastraum, über 300 im Biergarten und einer Dachterrasse, die sich ideal für Feste und Veranstaltungen eignet.
Michael steht sinnbildlich für eine neue Generation von Wirten: bodenständig, gastfreundlich, mit einem ehrlichen Anspruch an Qualität. Sein Motto ist spürbar einfach – gutes Essen, gutes Bier, gute Stimmung. Das Bier spielt dabei eine zentrale Rolle: frisch gebraut, unfiltriert und direkt vor Ort gezapft.
Das naturtrübe Helle ist etwas dunkler als klassische Vertreter seines Stils – ein Zeichen für die kräftigere Malzbasis und den unfiltrierten Charakter.
Im Glas schimmert es goldbernsteinfarben mit cremigem Schaum. In der Nase zeigen sich Aromen von frischem Brot, Getreide und einem Hauch Honig.
Der Geschmack ist weich, rund und süffig, mit dezentem Malzton und feiner Hopfenbittere. Ein ausgewogenes Bier, das Authentizität und Trinkfreude perfekt vereint – gebraut mit Zeit, Erfahrung und Leidenschaft.
Das dunkle Hausbier zeigt Charakter und Tiefe. Noten von Karamell, Brotkruste und Kakao prägen den Duft, während der Antrunk samtig und ausgewogen bleibt.
Der Körper ist weich, leicht röstig und endet mit einer milden, eleganten Bittere.
Ein Dunkles, das Seele hat, bodenständig, ehrlich und typisch bayerisch.
Kreativität mit Bodenhaftung
Im Flugwerk zeigt sich Kreativität nicht in Experimenten, sondern in der konsequenten Hingabe zum Handwerk.
Michael Sechehaye versteht es, Braukunst, Küche und Gastfreundschaft zu verbinden. Jedes Bier ist Ausdruck seiner Philosophie: regional, handwerklich und mit Liebe zum Detail gebraut.
Hier wird Bier wieder zu dem, was es sein soll – ein ehrliches Stück Lebensfreude.



Klosterbrauerei Reutberg
Aegidius Trunk & Daisenberger Dunkle Weisse
Bierstile: Festbier / Kellerbier & Dunkles Weißbier
Alkoholgehalt: 5,3 % Vol. (beide Biere)
Brauort: Sachsenkam, Oberbayern
Am Rand des bayerischen Oberlands, mit Blick auf die Berge und das Voralpenland, liegt das Kloster Reutberg, ein Ort, an dem Glaube, Gemeinschaft und Braukunst seit Jahrhunderten zusammengehören.
Die Geschichte der Klosterbrauerei Reutberg reicht bis ins Jahr 1677 zurück, als die Franziskanerinnen nach einem jahrzehntelangen Gelübde endlich die Erlaubnis erhielten, ihr eigenes Bier zu brauen.
Was zunächst als einfacher Haustrunk für die Schwestern begann, wurde bald zum festen Bestandteil des klösterlichen Lebens. Gerste und Hopfen stammten aus eigenem Anbau, und ein Laienbruder, der sogenannte Frater Bräu, sorgte für die handwerkliche Qualität.
Über Generationen hinweg blieb das Bier ein Symbol für Beständigkeit, Bodenständigkeit und Gemeinschaft.
Im Jahr 1924 gründeten 42 Bauern, Wirte und Bürger aus der Umgebung die Brauereigenossenschaft Reutberg, um das klösterliche Erbe zu bewahren.
Seither wird auf dem Reutberg mit vereinten Kräften gebraut, regional, ehrlich und traditionsbewusst. Heute zählt die Genossenschaft über 5.000 Mitglieder und steht für eines der lebendigsten Brauerei-Netzwerke in Bayern.
Das Reutberger Aegidius Trunk ist ein naturtrübes, unfiltriertes Festbier, gebraut nach alter Klostertradition zum Aegidius-Fest Ende August.
Es zeigt sich bernsteinfarben mit cremigem Schaum und weichen Malznoten, im Duft finden sich Karamell, Brotkruste und feine Würze.
Der Geschmack ist vollmundig, rund und angenehm süffig. Ein Bier, das Ruhe, Handwerk und Zeit in sich vereint.
Das Daisenberger Dunkle Weisse, benannt nach Pfarrer Alois Daisenberger, dem Gründer der Brauereigenossenschaft, verbindet fruchtige Frische mit dunkler Tiefe.
Hergestellt aus dunklem Weizen- und Gerstenmalz, zeigt es sich hellbraun und spritzig mit Aromen von reifer Banane, dunklen Früchten und einer feinen Rauchigkeit.
Im Antrunk lebendig, im Abgang weich und leicht röstig, ist es ein Weißbier mit Charakter, das seine Herkunft und seinen Namen mit Stolz trägt.
Beide Biere stehen für das, was den Reutberg besonders macht: Tradition, Gemeinschaft und ehrliches Handwerk.
Kreativität in Gemeinschaft
Am Reutberg entsteht Kreativität aus Zusammenhalt.
Hier verbinden sich klösterliches Erbe und genossenschaftliche Stärke zu einer Form von Braukunst, die über Jahrhunderte gewachsen ist.
Jeder Sud ist Ausdruck dieser Haltung, gebraut aus Überzeugung, mit Liebe zur Region und Respekt vor der Geschichte.
So bleibt die Klosterbrauerei Reutberg ein Ort, an dem Bier mehr ist als ein Getränk – ein Stück gelebte Heimat.


Private Landbrauerei Schönram
Schönramer Surtaler Schankbier & Schönramer Pils
Bierstile: Schankbier / Leichtbier & Pils
Alkoholgehalt: 3,5 % Vol. (Surtaler) / 5,0 % Vol. (Pils)
Brauort: Petting-Schönram, Oberbayern
Mitten im Chiemgau, zwischen Waginger See und Salzach, liegt die Private Landbrauerei Schönram, deren Geschichte bis ins Jahr 1780 zurückreicht.
Was als kleine Tafernwirtschaft begann, entwickelte sich über Generationen zu einer der angesehensten Familienbrauereien Bayerns.
Seit der Übernahme durch Jakob Köllerer befindet sich der Betrieb ununterbrochen in Familienbesitz. Heute wird er von Eric Toft und Markus Kampf mit großem Respekt vor der Tradition geführt.
Schönram steht für Handwerk, Heimat und Hingabe.
Das Brauwasser stammt aus eigener Quelle, die Malze von regionalen Partnern, und die Hopfen kommen aus der Hallertau.
Im Sudhaus trifft jahrhundertealtes Wissen auf moderne Technik. Gebraut wird nach klarer Linie, mit viel Geduld und dem Ziel, jedes Bier geschmacklich perfekt auszubalancieren.
Die Biere aus Schönram sind vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit vier Medaillen beim European Beer Star 2025, darunter zweimal Gold.
Sie zeigen eindrucksvoll, dass sich bayerische Brautradition und moderne Qualität nicht ausschließen, sondern gegenseitig stärken.
Das Surtaler Schankbier steht für Leichtigkeit mit Charakter.
Mit nur 3,5 % Alkohol verbindet es feine Malznoten, dezente Hopfenwürze und eine angenehme Spritzigkeit.
Im Glas hellgolden, mit feiner Perlage, ist es der perfekte Begleiter an warmen Tagen oder als erfrischendes Bier zwischendurch.
Ein Bier, das beweist, dass weniger manchmal mehr ist.
Das Schönramer Pils zeigt die andere Seite der Brauerei: Präzision, Klarheit und Eleganz.
Mit 45 Bittereinheiten ist es intensiv gehopft, ohne aufdringlich zu wirken.
Der Duft erinnert an blumige Noten, Heu und feinen Malzton, der Geschmack ist schlank, trocken und wunderbar ausgewogen.
Ein Pils, das durch seine Balance besticht und mit jedem Schluck zeigt, wie filigran Bittere sein kann.
Schönramer Dunkel & Schönramer Zwickl
Bierstile: Münchner Dunkel / Zwickl (Kellerbier)
Alkoholgehalt: 5,0 % Vol. (Dunkel) / 5,1 % Vol. (Zwickl)
Das Schönramer Dunkel zeigt sich kastanienbraun im Glas mit cremigem Schaum und feinen Röstmalznoten. In der Nase verbinden sich Karamell, Kakao und dunkle Brotkruste, während der Geschmack vollmundig und weich bleibt. Eine sanfte Hopfenbittere rundet das Aroma ab und macht das Bier angenehm süffig. Ein klassisches Dunkles, das Kraft und Eleganz vereint und seine Wurzeln im Münchner Bierstil nicht verleugnet.
Das Schönramer Zwickl bringt die Frische des Lagerkellers direkt ins Glas. Es ist naturbelassen, goldtrüb und duftet nach Getreide, Honig und zarten Hefenoten. Am Gaumen zeigt es sich weich, cremig und ausgewogen mit feiner Hopfenbittere und lebendiger Rezenz. Unfiltriert und ehrlich spiegelt es den ursprünglichen Charakter eines echten Kellerbiers wider.
Kreativität in Präzision
Kreativität zeigt sich nicht immer in neuen Wegen, manchmal liegt sie in der Konsequenz, das Bestehende immer weiter zu verfeinern.
In Schönram entsteht sie durch Liebe zum Detail, durch handwerkliche Genauigkeit und durch die Bereitschaft, jedem Sud die Zeit zu geben, die er braucht.
Hier wird nicht experimentiert, um anders zu sein, sondern gebraut, um besser zu werden.
Jede Charge, jeder Hopfenzug, jede Temperaturkurve folgt einem Ziel: Perfektion im Kleinen.
So entsteht ein Bier, das nicht auffallen will, sondern überzeugen. Durch Klarheit, Balance und Charakter.
Schönram zeigt, dass wahre Kreativität aus Beständigkeit wächst. Leise, präzise und unverkennbar bayerisch.




Altöttinger Hell Bräu
Klosterbier Spezial (naturtrüb)
Bierstil: Kellerbier / Zwickel
Alkoholgehalt: 5,5 % Vol.
Brauort: Altötting, Oberbayern
Mitten im Herzen der Wallfahrtsstadt Altötting verbindet die Familienbrauerei Hell seit 1890 echtes Handwerk mit gelebter Tradition. Bereits in fünfter Generation steht Georg Hell V. für das, was die Brauerei seit Jahrzehnten prägt: ehrliche Rohstoffe, Zeit für Reifung und ein unverwechselbarer, bodenständiger Charakter.
Im Sudhaus entsteht das Bier aus Altöttinger Tiefenwasser, bayerischem Gerstenmalz und Aromahopfen aus der Hallertau. Zutaten, die in jedem Schluck spürbar sind. Die Gärung erfolgt langsam und kühl, bevor das Bier in den historischen Gewölbekellern unter Kastanienbäumen reift.
Ein besonderes Detail: Die Familie Hell gehört zu den wenigen Brauereien, die ihre Holzfässer bis heute selbst pichen. Eine alte Kunst, die den traditionellen Fassgeschmack bewahrt und Generationen verbindet.
Das Klosterbier Spezial basiert auf einer überlieferten Rezeptur des Klosters St. Konrad. Im Glas zeigt es sich bernsteinfarben und naturtrüb, mit cremigem Schaum und einem Duft nach Röstmalz, Honig und frischem Brot. Geschmacklich überzeugt es durch rundes Malzaroma, dezente Süße und eine milde Hopfenbittere im Abgang. Ein ausgewogenes Bier, das Ruhe und Tradition ausstrahlt.
Kreativität durch Konsequenz
Kreativität hat viele Gesichter. Manchmal entsteht sie aus Experimenten, manchmal aus der Treue zu Bewährtem.
Bei Altöttinger Hell Bräu zeigt sie sich im Mut zur Echtheit und Beständigkeit: im Festhalten an der eigenen Familienhandschrift, der Pflege jahrhundertealter Holzfass-Tradition und dem Brauen nach Originalrezepturen.
So entsteht ein Bier, das nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.
Altötting beweist, dass Handwerk, Heimat und Geschichte selbst eine Form von Innovation sein können. Ruhig, bodenständig und unverkennbar bayerisch.


